Kursvorbereitung
Hauptteil
Gerade als ich um die Ecke bog, sah ich, wie Elena die Treppe zur Eingangstür hinauf stapfte. Ich wollte noch rufen, aber sie war zu schnell und ich hörte aus der Ferne ganz leise, wie die schwere Eingangstür ins Schloss fiel. Also kramte ich auf dem Weg meinen Schlüssel aus der Tasche und trat wenige Augenblicke später in durch die schwere Holztür ins Innere der Arztpraxis. Obwohl hier schon lange niemand mehr praktiziert, roch es immer noch leicht nach Desinfektionsmittel und irgendwie nach Medikamenten - ein schwer zu beschreibender Geruch. Das einzige, was meine Gedanken davon weg lenkte, war der sanfte Geruch von Elenas Parfum.
"Mach Dir keinen Stress, ich bin auch gerade erst angekommen!", murmelte Elena, während sie einen der Kartons aus dem Schrank hob und auf den großen Tisch im Gruppenraum stellte. Sie trug ein helles Top und kurze Sporthosen und unter dem Top war ihr nasses Bikinioberteil erkennbar. "Ich sehe, Du warst auch noch ein wenig sportlich aktiv, hm?", antwortete ich und stellte meine Tasche ab. Elena schaute auf und antwortete leise. "Ja, ich hab die Zeit aus den Augen verloren. Und irgendwie brauchte ich das heute, aber jetzt bin ich dafür richtig platt.". Dabei war es eigentlich völlig normal, dass Elena mindestens zehn Minuten später kam. Ich trat näher und fragte "Du hast schon ein Programm für den Samstag?". Elena sah herunter zu mir, während sie auf einem wackeligen Stuhl stand und nach einem der Kartons griff und antwortete "Ja, ich wollte doch unbedingt mal wieder das Vitalzeichenmessen üben. Gerade jetzt im Sommer ist es wichtig, dass die auch lernen, wie man einen Puls fühlt oder nen Blutdruck misst." Und mit diesen Worten passierte genau das, was ich im Kopf schon irgendwie vorhergesehen hatte: Als Elena den nächsten Karton aus dem Schrank zog, konnte sie das Gleichgewicht nicht mehr halten und stürzte Rücklinks von dem Stuhl, der Karton voll mit OP-Masken verteilte sich über ihr. Schnell machte ich einen Schritt auf sie zu und reichte ihr die Hand. "Alles okay? Hast Du Dir weh getan?", fragte ich. Elena lächelte trotz ihres kleinen Malheurs und sagte "Schon gut, ich glaub es ist nichts passiert.". Sie hob eine der OP-Masken auf und warf sie zur Seite und schob ein genervtes "Prima, genau die habe ich nicht gesucht." hinterher. Ich zwang sie etwas zu ihrem Glück, kniete mich hinter sie und half ihr wieder aufzustehen. Und sogleich sah ich, dass sie etwas humpelte und sagte "Also doch nicht, alles okay. Was tut Dir denn weh?". Elena sah mich fast schon genervt an und ließ sich auf den Stuhl fallen. "Es ist nichts!", fauchte sie mich an. Das war normal, das war ihre Art von Stärke zu zeigen. Ich warf ihr einen kritischen Blick zu und da gab sie endlich zu: "Okay, irgendwie tut mein rechter Knöchel weh. Ich weiß auch nicht. Wird bestimmt gleich wieder.".
Ich setzte mich neben sie und schaute sie an. "Los, leg mal Dein Bein hier auf meinen Schoß, nicht, dass Du Dir was ernsthafteres zugezogen hast.", sagte ich mit ruhiger Stimme. Widerwillig gehorchte Elena und ich zog ihr vorsichtig den Sneaker von ihrem Fuß. Zu sehen war nichts, auch nichts schlagartig geschwollenes. "Magst Du mal Deinen Fuß etwas bewegen?", sagte ich leise und beobachtete ihr Gesicht, denn das war die einzige Stelle, die an ihr Schmerzen verrieten. Und natürlich verzerrte sie das Gesicht etwas, konnte ihren Fuß aber mühelos in alle Richtungen bewegen. "Zufrieden, Herr Doktor?", murmelte sie und lächelte mich müde an. "Ja, sehr zufrieden. Du merkst halt schon, das Ersthelfer-Dasein werden wir nie los, was?", antwortete ich ihr und unsere Blicke trafen sich kurz. Ich sah sie noch kurz an, dann fragte ich "Und… was suchst Du eigentlich?". Elena drehte sich kurz zu dem Schrank um und antwortete "Na die Stethoskope, zum Blutdruckmessen. Das müssten zwei der drei Stück sein, in irgendeinem dieser Kartons.". Blitzartig schossen mir Bilder durch den Kopf. Ich wusste schon, wie sie aussahen, nur noch nicht, wo wir sie seit dem letzten Mal hin geräumt haben. Elena musste meine Gedanken mitlesen können und sagte plötzlich "Bingo, die müssten drüben im Untersuchungszimmer sein!". Und noch ehe ich sie bremsen konnte, stand sie langsam auf und humpelte durch die alte, weiße Holztür in das alte Untersuchungszimmer. Ich folgte ihr direkt und rief "Lass mich das machen, ich weiß wo sie sind!".
Elena ließ sich auf die Untersuchungsliege fallen und saß etwas geknickt darauf, den einen Schuh an, den anderen drüben im alten Wartezimmer. Ich warf ihr einen kurzen Blick zu und sah, wie das Top inzwischen gut durchnässt durch das Bikinioberteil war. Ich kramte die Stethoskope aus einer der Schubladen, setzte mich auf den Arzthocker neben dem Schreibtisch und rollte damit zu Elena. "Wie ich sehe, hattest Du nach dem Schwimmen nicht einmal Zeit, Dich richtig umzuziehen, was?", murmelte ich neckisch vor mich hin und legte die Stethoskope neben sie auf die Liege. Mit dem Wort "Bitteschön!", lehnte ich mich etwas zurück und versuchte das Gleichgewicht auf dem Hocker zu halten. "Naja, ich habe halt einmal versucht nicht zu spät zu kommen. Hat nur so semi-gut geklappt, hm?", erwiderte sie und sah kurz selbst über ihren Körper hinunter. Dann landete unsere Blicke auf den drei Stethoskopen, die auf der Liege lagen und traf einander, ehe Elena auswich und zum Boden schaute, als würde sie etwas aushecken. Sie biss sich auf die Lippen und fragte "Wie lange haben wir das schon nicht mehr gemacht, Blutdruck gemessen?" - "Keine Ahnung, ich denke seit dem letzten Mal in der Gruppenstunde halt. Ein paar Jahre." - "Weißt Du noch, wie ich damals in der Jugendgruppe eines der Stethoskope geschnappt habe und raus vor die Tür damit bin?". In der Tat weckte das eine klare und deutliche Erinnerung in meinem Kopf. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mir selbst ausmalte, ob sie damit nun wohl auf die Toilette ging und es an sich selbst ausprobierte…? Doch der Traum zerplatzte schnell, als unser damaliger Gruppenleiter mit einem Zwinkern an die Tür lief und mit dem Finger dagegen schnippte. Noch im selben Augenblick hörte man Elena draußen kurz japsen. Und da war mir klar, sie hatte sich nur ausprobiert, ob man mit dem Stethoskop wirklich durch die Tür lauschen konnte, wie in den Filmen. Elena ergriff das Wort und begann zu erzählen "Eigentlich bin ich nur raus vor die Tür und …".
Ich schweifte in Gedanken komplett ab, hörte ehrlicherweise gar nicht mehr richtig zu, da ich die Geschichte ja vom anderen Ende aus gut kannte. Plötzlich ergriff es mich und ich fiel ihr ins Wort: "Und Du, hast Du seitdem nochmal Blutdruck irgendwo gemessen?". Elena sah mich mit großen Augen an und antwortete "Nein, um ehrlich zu sein. Ich hab Angst, dass ich es nicht mehr richtig erklären kann." Unsere Blicke trafen sich wieder und dieses Mal war ich es, der nervös zu Boden schaute. "Meinst Du… meinst Du wir können es nicht einfach mal an uns ausprobieren? Vielleicht gegenseitig?", sagte ich leise. Meine Gedanken überschlugen sich, was zur Hölle habe ich da gerade losgetreten? Wenn sie jetzt meinen Blutdruck misst, wird der ganz sicherlich nicht im Normbereich sein. Und dennoch, wie hypnotisiert lief ich den Gruppenraum, wo der erste Karton noch auf dem Tisch stand und holte dort eines der Blutdruckmessgeräte. "Du zuerst.", sagte ich leise und hielt die Manschette so hin, dass sie mit ihrem Arm durch schlüpfen konnte. Unsere Blicke trafen sich, wieder war ich es, der mit dem Blick auswich und mich stattdessen auf die Anzeige auf dem Blutdruckmessgerät konzentrierte. Ich pumpte die Manschette langsam auf und bei einem Wert von 200 drückte ich das Stethoskop vorsichtig in Elenas Armbeuge und ließ die Luft langsam ab. Bei 130 begann der Zeiger sichtbar zu zucken und ich hörte schlagartig das Blut durch ihren Arm strömen, bis die Geräusche bei etwa 90 vollends aufhörten. Ich warf ihr einen vorsichtigen Blick zu und sagte leise "130/90, gerade noch im Normalbereich.". Elena nickte und lächelte mir zu, auch sie schien mit den Gedanken wo anders zu sein. Ich zog ihr die Manschette vom Arm und legte das Blutdruckmessgerät neben sie, zusammen mit dem Stethoskop. Dann setzte ich mich neben sie auf die Liege und schob den Ärmel meines Shirts noch etwas hoch. "Ähm, ja, ich... Ich bin gerade etwas aufgeregt", murmelte Elena, während sie mir wohlgemerkt mit geübten Händen die Manschette über den Arm schob und aufpumpte. Als ich das Stethoskop in meiner Armbeuge spürte, begann mein Herz zu klopfen, als müsse es gegen den Druck auf meinem linken Oberarm ankämpfen um jeden Preis. Ich vermied Elenas Blick, die ohnehin voll konzentriert auf das Blutdruckmessen war. Im Gegensatz zu mir wirkte sie viel selbstsicherer, vielleicht auch routinierter. Gerade als mein Blick über ihren Oberkörper mit dem immer noch nassen Bikinioberteil darunter zurück in ihr Gesicht streifte, sagte sie "140/100, ich bin also nicht die einzige, die hier nervös ist, hm?" und lächelte mir zu. "Naja, es ist halt irgendwie schon... besonders, findest Du nicht? Ich kann das Gefühl irgendwie gar nicht beschreiben.", erwiderte ich. Elena sah mich an und antwortete "Naja, Du kannst halt nichts verbergen. Egal wie sehr Du Dich auch anstrengst.". Wieder trafen sich unsere Blicke für ein paar Sekunden, ehe wir beide den Blick abwandten, als läge uns etwas auf der Zunge, was wir uns beide nicht trauten auszusprechen. Elena drehte langsam ihren rechten Fuß etwas und verzog schmerzvoll das Gesicht. "Ich hole die Sachen einfach hier rüber, dann können wir hier alles weiter bequatschen und Du kannst noch sitzen bleiben, okay?", bot ich ihr an. Und während ich zur Tür rauslief, rief sie mir nach "Bring einfach noch meine Tasche mit, da ist mein Tablet drin.".
Gerade hatte ich die Tasche in meinem Arm, einen der Kartons darüber gestapelt, fiel mein Blick wieder auf das Herz-Modell auf dem Tisch. Kurzerhand entschloss ich es mitzunehmen und betrat mit den Worten "Ich finde, wir sollten auch irgendwie mal so eine Art 'Grundausbildung zum Herzen' mit einbauen!" das frühere Untersuchungszimmer. Elena sah mich mit großen Augen an, als ich den Karton auf dem Tisch abstellte und das Herz-Modell daneben. Ich drückte ihr in die Tasche in die Hand, aus der sie sogleich das Tablet herauskramte. "Kennst Du Dich denn damit halbwegs aus?", fragte sie, während sie das Tablet entsperrte und begann darauf ihre Notizen zu öffnen. Einige Sekunden fragte ich mich, warum ich das Thema jetzt losgetreten hatte, denn mein Herz begann doch wieder duetlich schneller zu schlagen. Für einen Moment ertappte ich mich bei dem Gedanken, Elena einmal abzuhören, zwang mich aber gleich wieder dazu, mich auf meine eigentliche Aufgabe, die Kursvorbereitung, zu konzentrieren. Ich antwortete "Nein, nicht wiklich. Aber so ein paar Basics werden sich doch herausfinden lassen, oder?". Ich stellte das Herz-Modell vor mich hin und griff nach meinem Handy. "Mi-tral-klappe" las ich laut von der Beschriftung hervor und googelte danach, während Elena mkt ihren Notizen beschäftigt war. Ich stolperte über einen Artikel "HowTo: Benutzung eines Stethoskopes" und konnte nicht widerstehen. Der Artikel beschrieb sehr detailliert, wie man wo welche Herztöne hören kann und wie man die Lunge abhört. Kurzentschlossen hielt ich Elena mein Handy hin und fragte "Wollen wir... das mal ausprobieren?". Mein Herz setzte einen Moment aus. Was zur Hölle habe ich getan?! Elena sah mich mit großen Augen an und für einen Moment dachte ich, jetzt sei alles kaputt. Ich hielt die Luft an und die Zeit schien stillzustehen für ein paar Sekunden, ehe Elena antwortete "Hm, also für den Kurs fände ich das etwas too much. Aber... wir könnten es an uns mal austesten?" - "Du meinst, dass ich Dich mal abhöre?" - "Naja, ich will schon auch dann, so ist es jetzt nicht. Aber ja, warum nicht?". Diese Konversation hallte wie ein Echo durch meinen Kopf. Ich brauche einen Moment um mich zu fassen, ehe ich nach dem Stethoskop griff. Zum ersten Mal in meinem Leben erkannte ich auch, dass auf der Membran das geschwungene "L" von Littmann zu sehen war. Elena setzte sich aufrecht hin und schien es kaum abwarten zu können. Ich setzte mir das Stethoskop auf und stellte mich neben sie. "Kannst Du Dich etwas zur Seite drehen? Ich hätte jetzt gesagt, wir fangen mal mit der Lunge an.", sagte ich leise und versuchte mir meine Nervosität nicht anmerken zu lassen. Elena lächelte mir zu und drehte sich etwas zur Seite. "Ach und... in dem Tutorial steht, dass man es am besten direkt auf der Haut machen soll. Meinst Du... Du kannst dein Top ausziehen?", fragte ich zögernd. Mein Herz raste, denn ich war mindestens genauso nervös wie Elena, sofern sie es denn war. "Gesund kann das nasse Zeug eh nicht sein", schob ich nach Elena lächelte wieder, dieses Mal etwas träumerischer und zog sich tatsächlich ihr Top über den Kopf und legte es neben sich auf die Liege. Langsam und ohne jeden Plan drückte ich das Stethoskop auf ihren unteren Rücken, da wo der Brustkorb endete. Elena begann ohne dass ich etwas sagte sogleich tief ein und auszuatmen. Etwas erschrocken von den Geräuschen setzte ich das Stethoskop auf die andere Seite rüber. Mein eigenes Herz hatte ich schon einige male gehört, aber meine Lunge nie. Ich schob den Verschluss ihres Bikini-Oberteils etwas nach oben und lauschte entlang den Linien zwischen ihrer Wirbelsäule und ihren Schulterblättern, während ich von hinten sah, wie sich ihr Brustkorb immer hob und senkte. Oben angekommen, lege ich meine Hand auf ihre Schulter und lauschte noch einige Sekunden, ehe ich langsam neben sie trat. Obwohl sie die ganze Zeit gestmet hatte, war Elena gefühlsmäßig ein Stück außer Atem. Sie rückte auf der Liege wieder in die Mitte, nach vorne gerichtet und taumelte im Sitzen etwas. "Ist Dir schwindelig?", fragte ich und sah, wie sie Gänsehaut bekam. Elena nickte und meinte mit schwacher Stimme "Ja, ein bisschen. Geht bestimmt gleich wieder.". Instinktiv griff ich nach ihrem Handgelenk und fühlte ihren Puls. Dieser war tatsächlich etwas schneller, aber nicht übermäßig schnell. "Sonst lege Dich doch vielleicht etwas hin, was meinst Du?", fragte ich und bot ihr ein kleines, ledernes Kissen an, um den Kopf darauf abzulegen. Elena nahm das dankbar an und legte sich hin, während sie flach weiter atmete. Ich fühlte wieder ihren Puls, der wieder langsamer wurde und lächelte ihr zu. "Geht es wieder?", fragte ich. Elena nickte und ich sagte "Dann sollten wir jetzt dringend auch nach Deinem Herzen schauen.". Ich griff nach dem Stethoskop und legte es vorsichtig auf die Haut zwischen ihrem Brustbein und ihrem Bikinioberteil. Obwohl ich dieses Geräusch sehr wohl kannte, war ich etwas überrascht von ihrem Herzschlag. Ich schob das Stethoskop auf ihre linke Seite und etwas tiefer entlang ihres Brustbeins, wo ihr Herz noch deutlicher klang. Hier brauchte ich auch kein Tutorial mehr, es war nur meine eigene Aufregung, die mich selbst nervös machte. Nur für einen letzten Aufhänger nutze ich das Tutorial und sagte leise "Ich glaube, es wäre noch deutlicher hörbar, wenn Du Dein nasses Oberteil ausziehen oder lockern würdest. Wäre das okay für Dich?". Elena nickte und griff sich selbst hinter den Rücken, um den Verdchluss zu erreichen. Sie ließ das Oberteil so auf ihrer Brust liegen, dass ich das Stethoskop auch bequem entlang weiter ihres Brustbeines und schließlich auf ihre Herzspitze bewegen konnte. Hier hämmerte ihr Herz am deutlichsten gegen die Membran. Als ich das Stethoskop auf ihrer Brust einen Moment einfach liegen ließ, konnte ich sogar sehen, wie es sich minimal im Takt ihres Herzschlags bewegte. Ich schob das nasse Oberteil vorsichtig auf der linken Seite etwas weg und hörte noch weitere Punkte, an denen ich aber keinen großen Unterschied mehr wahrnejmen konnte. Und so bat ich Elena: "Magst Du Dich einmal auf die linke Seite legen, den linken Arm unter Deinen Kopf?". Elena rappelte sich langsam auf und drehte sich zur Seite. Als ihr Oberteil von ihren Schultern rutschte, bedeckte sie kurz zögerlich ihre Brust mit den Händen, ehe sie wie ich sie gebeten hatte, den linken Arm unter ihren Kopf lag. Ich stand neben der Liege und drückte vorsichtig das Stethoskop wieder auf ihre Herzspitze. Etwas schneller und kräftig hörte ich ihren Herzschlag, ehe sich unsere Blicke abermals auf ein kurzes Rendezvouz trafen. Ich genoss das Gefühl noch einige Sekunden: Das gleichmäßige, schnelle Schlagen ihres Herzens, das Gefühl in gewisser Weise eine Macht über sie auszuüben, ohne ihr dabei wehzutun, die Tatsache, sie unter Kontrolle zu haben und mich doch um sie zu sorgen.
Dann zog ich das Stethoskop vorsichtig weg und sagte leise "Ich glaube, ich bin fertig, Du darfst Dich wieder anziehen.". Elena ließ sich langsam auf den Rücken fallen, lächelte mich mit einem zufriedenen Blick an und rappelte sich langsam auf. Sie griff nach dem Stethoskop und antwortete "Zieh Dein Shirt aus. Du bist dran."