Kursvorbereitung
Epilog
Ich war schon spät dran, eigentlich zu spät. Ich hatte mich zu lange beim Bouldern herumgetrieben und so fast vergessen, dass ich noch mit Elena verabredet war, um den nächste Gruppenstunde für die Jugendlichen des ortsansässigen DRK vorzubereiten. Mit schnellen Schritten hastete ich durch das Dorf zu der alten Arztpraxis, in der früher unser Hausarzt - DER Arzt im Dorf - praktiziert hatte. Seit Jahren ist er im Ruhestand und hat der Jugendgruppe einen kleinen Teil seiner Praxis zur Verfügung gestellt, in der wir seit einigen wenigen Jahren regelmäßig zusammenkamen und verschiedene Sachen und rum die erste Hilfe mit den Jugendlichen trainierten. Vom DRK selbst, aber auch aus der Arztpraxis sind noch einige Utensilien da, von Untersuchungsliegen, typischen Messinstrumenten wie einer Waage, einer Messlatte, Reflexhämmerchen und sogar ein älteres Stethoskop gibt es. Und ehrlicherweise wusste ich gar nicht so richtig, was in den großen Schränken noch alles in den Kartons schlummerte.
Das frühere Wartezimmer haben wir zu einem Gruppenraum umfunktioniert und viele der Plakate mit Lehrbildern darauf darin aufgehangen. Ich weiß noch ganz genau, dass auf dem Tisch in der Mitte ein etwa lebensgroßes 3D-Modell eines Herzens steht, welches man sogar auseinandernehmen und die einzelnen Klappen betrachten kann.
Elena und ich waren früher selbst in der Jugendgruppe und sind ein paar der wenigen, die noch übrig sind und heute die Jugendgruppe selbst leiten. Viel Unterstützung von der Gemeinde oder den anderen Erwachsenen aus dem Verein bekommen wir nicht, aber wir machen das Beste daraus. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir nach langem Hin- und Her nun die beiden Räume der alten Arztpraxis benutzen dürfen.