Überraschungstermin
Meine eigene Zahnpflegekontrolle – Teil 2 – Die Vorführung geht weiter
Nun gucken auch die anderen noch genauer hin und Sabine entgegnet, wobei sie mit der Sonde auf die Stelle zeigt: „Gut gesehen, Frau Strenge! Sowas kennen Sie natürlich nicht! Da haben sie nämlich gleich das nächste Zeichen für mangelhafte Zahnpflege entdeckt! Das ist Zahnstein!“
Jetzt gucken sich das alle an und ich denke: ‚Wie jetzt? Der entsteht doch durch Speichel? Was soll das denn jetzt?‘
Da patz auch schon Claudia dazwischen: „Also nein! Sowas gibt es bei uns nicht! Unsere Zähne sind sauber!“
Und Sascha muss sich natürlich auch wieder wichtig machen: „Iih! Das ist ja eklig! Nein, sowas gibt es bei uns natürlich nicht!“
Auch Ariane haut nochmal drauf: „Boah echt voll fett Zahnstein! Wie eklig ist das denn?!“
Und auch Marianne nochmal: „Ja Kuddel, das ist wirklich eklig! Schämen muss man sich für dich!“
Dann fragt sie Sabine: Wie kommt denn sowas? Doch nur weil er sich nie die Zähne putzt, oder? Wir haben ja alle keinen Zahnstein!“
Sabine freut sich grinsend über die Vorlage der Schwiegermutter und fragt mit hinterhältigem Unterton die Kinder: „Na Ariane und Sascha, wer von euch weiß denn, was Zahnstein ist und wie er entsteht?“
Sascha prescht natürlich sofort vor: „Der entsteht nur, wenn man seine Zähne nicht richtig pflegt! So wie Kuddel, der nie putzt!“
Sabine bestätigt: „Sehr gut Sascha! Da hast du ganz recht! Ariane, kannst du uns, und vor allem Kuddel, vielleicht genauer erklären, wie Zahnstein entsteht?“
Ariane grinst, guckt mich an und sagt: „Sehr gerne! Zahnstein entsteht durch unzureichende Mundhygiene! Das ist alles alter Zahnbelag, der nicht abgeputzt wurde. Die Zahnbeläge lagern sich immer dicker auf den Zähnen ab und verhärten dann zum Zahnstein. Wenn man gründlich putzt und die Zwischenräume mit Zahnseide reinigt, so wie ich, hat man gar nicht erst Zahnbelag und es kann überhaupt kein Zahnstein entstehen.“
Dann grinst sie mir breit ins Gesicht.
Sie hat ganz offensichtlich ihren Spaß daran, mich so von oben herab zu belehren, was ja auch klar so von Sabine beabsichtigt war.
Es wird für mich auch noch langsam anstrengend, meine Zähne weiter zu präsentieren und ich lasse locker.
Aber der Mundspiegel zieht noch immer meine Lippe runter wodurch die unteren Zähne und der Zahnstein weiter zur Schau gestellt werden.
Sabine frohlockt: „Hervorragend erklärt Ariane! Ich hoffe, du hast gut zugehört, Kuddel! An dem vielen Zahnstein sieht man also auch wieder, dass du deine Zähne nicht pflegst! Damit werden wir uns aber später auch noch näher beschäftigen. So wie es aussieht, kannst du wohl deinen Mund nicht mehr richtig offenhalten. Da werden wir doch mal helfen. Ich habe hier ein Hilfsmittel. Das macht es für dich leichter und wir können alles gut sehen!“
Sabine lächelt mich fröhlich an und greift zum bereit gelegten Lippenhalter, wobei Marianne noch einen Kommentar abgibt: „Da hörst du es, Kuddel! Weil du deine Zähne nicht pflegst! Schäm dich!“
Da sagt Sabine auch schon grinsend zu mir: „Den Mund etwas öffnen!“
Ich befolge die Anweisung, denke ‚Dann brauche ich wenigstens nichts dazu sagen!‘ und sie schiebt mir das Teil in den Mund, sagt: „Und jetzt die Zähne wieder zusammen!“
Jetzt ist mein Gebiss für alle so richtig zur Schau gestellt.
Sascha stellt auch sofort freudig fest: „Das Teil ist ja toll! Da können wir jetzt Kuddels ganze Zähne richtig gut sehen!“
Ariane reagiert direkt mit: „Ja, toll! Aber schön ist der Anblick ja nicht! Solche Zähne möchte ich nicht haben!“
Darauf reagiert gleich wieder Claudia: „Ich auch nicht! Wie kann man nur seine Zähne so verkommen lassen?! Aber seht euch das gut an! Mit dem abschreckenden Bild vor Augen, werdet ihr immer gerne Zähne putzen!“
Und Marianne schimpft noch: „Also wirklich Kuddel! Schlimm, was du für schlechte Zähne hast! Ganz gelb und hässlich! Putzt du die denn überhaupt irgendwann? Das ist eklig, Kuddel!“
Dann übernimmt Sabine wieder: „Machen wir doch erstmal weiter! Zum Zahnstein kommen wir später noch zurück. Jetzt schauen wir auch bei Kuddel, wie es bei ihm mit Belägen aussieht. Sicherlich nicht wie bei euch! Zuerst werde ich die Zähne mal trockenlegen. Dann können wir es viel deutlicher sehen.“
Daraufhin greif sie zum Luftbläser und bläst mein Gebiss ab.
Kaum dass sie fertig ist, hängen alle auch schon wieder alle über mir und glotzen neugierig auf meine Zähne.
Da zeigt Sascha mit dem Finger auf eine Stelle, verzieht das Gesicht und platzt raus: „Iih, da hängt was! Was ist das denn?!“
Darauf reagiert Sabine sofort mit großem Interesse, dreht unsanft meinen Kopf am Kinn herum und sagt: Das schauen wir uns doch gleich mal genauer an!“
Dann nimmt sie die Sonde, popelt damit, unter den neugierigen Blicken der anderen, in meinen Zähnen und holt offenbar etwas heraus.
Grinsend präsentiert sie, geradezu triumphierend, für alle zur Schau gestellt, die Sonde und kommentiert süffisant: „Was haben wir denn da? Wohl ein Rest vom Frühstück! Was gab es denn bei Kuddel heute? Mettbrötchen?“
Sascha reagiert als erster: „Iih! Der hat echt Essensreste in den Zähnen! Wie eklig!“
Ariane als nächste: „Dann hat er sich ja auch nicht die Zähne geputzt! Das ist ja voll ekelhaft!“
Darauf kommt Claudia: „Allerdings! Widerlich! Was für ein Dreckschwein! Putzt sich nicht die Zähne und hat das stinkende Maul noch voll mit Essensresten, wenn er zu seiner Schwiegermutter kommt!“
Dann empört sich auch Marianne noch: „Also wirklich, Kuddel! Ganz schlimm! Wie kannst du nur! Wann hast du denn überhaupt mal Zähne geputzt?“
Sabine schaltet sich ein: „Das werden wir herausfinden! Ich schaue mir gleich an, wieviel Zahnbelag wir bei Kuddel finden! Vorher aber noch eine Frage. Kuddel, Handzahnbürste oder elektrische?“
Ich frage mich, wie ich mit dem Ding im Mund reden soll, versuche es aber und antworte, ziemlich unverständlich: „Meistens elektrisch.“
Aber für Sabine ist das gar kein Problem, denn sie ist es ja gewohnt, und sie entgegnet: „Alles klar! Dann sehen wir uns das jetzt mal an!“
Sie bläst die Zähne nochmal ab und sieht sie sich näher an, wobei alle wieder, wie die Geier, über meinem Mund hängen. Ich warte, mit nervösem Kribbeln im Bauch, darauf, was sie jetzt sagen wird, wobei mir klar ist, dass es nichts Positives sein wird. Und so kommt es natürlich auch.
Ich sehe in ihr Gesicht, auf dem sich ein Grinsen breit macht. Sie hat so ein bösartiges Funkeln in den Augen.
Sie genießt es, mich richtig vorzuführen. Und das tut sie auch.
Genüsslich kommentiert sie: „Tja! Da brauche ich nicht mal die Sonde zum kontrollieren! Bei Kuddel sieht man den Zahnbelag sofort auf den ersten Blick! Die Zähne sind voll von Belägen! Da war schon länger keine Zahnbürste dran!“
Alle gucken schon meine Zähne an, als Sabine, wieder mit diesem triumphierenden Ton sagt: „Ich könnte jetzt natürlich etwas von dem ganzen Belag mit der Sonde abkratzen und euch zeigen, aber das mache ich jetzt nicht, denn ich werde ja Kuddels Zähne gleich noch einfärben und da soll dann auch alles zu sehen sein!“
Marianne reagiert sofort entrüstet: „Also nein Kuddel! So viel Zahnbelag! Wie lange hast du denn deine Zähne nicht geputzt?“
Claudia greift diese Vorlage direkt auf und kommentiert bissig: „Ha! Das weiß er bestimmt gar nicht mehr! Bei den verdreckten Zähnen muss das ja schon ewig her sein!“
Darauf sofort Ariane: „Boah echt! Voll schmierig die Zähne! Fett Zahnbelag! Wie eklig! Ob Kuddel überhaupt mal Zähne putzt?“
Und Sascha natürlich auch noch: „Iih! Alles voll mit Zahnbelag! Du putzt dir wohl nie die Zähne, was Kuddel? Echt ekelhaft! Aber jetzt kommt der Färbetest! Da kann man dann auch sehen, wie alt der Zahnbelag ist! Und bei dir ist der bestimmt ganz alt, Kuddel! Meine Zähne sind blitzsauber! So müssen Zähne aussehen!“
Dann grinst er mir ins Gesicht und zeigt mir demonstrativ seine Zähne.
Dann sagt Sabine: „Ganz genau, Sascha! Zeige es ihm nochmal! Sieh dir das gut an, Kuddel! Das sind saubere und gesunde Zähne! Deine sind es nicht! Der Färbetest wird es deutlich zeigen!“