Julian beim Urologen
Ein Happy End
Julian verabschiedete sich zögerlich und stand auf. Er hatte nur das Bedürfnis schnell nach Hause zu gehen. Ihm war in dieser Praxis schon zu viel für einen Tag passiert. Während er das Zimmer verließ und den Gang entlang lief spürte er immer noch die Dehnung in seinem Po. Und wie sein Penis leicht gegen seine Boxershorts drückte. Was war da drinnen bloß passiert? Als diese Sonde sich immer tiefer in seinen Po bohrte. Hatte ihm das etwa gefallen. Es war befremdlich. Am Anfang sogar schmerzhaft. Warum hatte sein Körper so reagiert. Wollte er das etwa ?
Er entschied sich schnell nach Hause zu gehen. Zu Hause hätte er Ruhe und Zeit darüber nachzudenken. Doch dann fiel ihm ein, dass er sich noch einmal an der Rezeption melden müsste. Und an der Rezeption sah er sie. Die braunen Haare ließen keinen Zweifel zu. Es war die Sprechstundenhilfe, die hereingeplatzt war, die ihn in dieser erniedrigenden Position gesehen hatte….Sollte er einfach gehen ?
Nein! Er war ein erwachsener Mann und er musste über der Situation stehen. Zielstrebig machte er sich auf den Weg zur Rezeption.
„Hallo. Dr Kürchner hat mir gesagt ich solle Bescheid sagen, dass ich in der Patientenkartei angelegt werde.“
Die Sprechstundenhilfe schreckte auf: „Oh na klar. Das mach ich sofort. Ich…ähm WIR freuen uns Sie als Patient bei uns begrüßen zu dürfen.“ Nervös tippte die junge Frau auf der Tastatur. Dann wendete sie sich Julian zu.
„Ich…ähm…also….Entschuldigung. Ich dachte die Frau Doktor wäre schon fertig mit der Untersuchung. Ich dachte ich könnte einfach kurz vorbeischauen und Bescheid geben. Tut mir leid dass ich dich….ähm Sie so erschreckt habe…..ich meine“
Julian winkte ab. Selbst sichtlich noch von Schham berührt, aber dennoch gerührt, dass sie sich augenscheinlich so große Sorgen um sein Wohlergehen machte „Ist schon in Ordnung. Alles Gut. Wir machen alle mal Fehler. Und es ist ja sonst nicht so viel passiert….ist ja nicht so als hätte es Verletzte gegeben.“ Er grinste schwach „Und keine Sorge du kannst mich duzen…ich seh das nicht so eng….außerdem erinnert mich gesiezt zu werden unangenehm ans Älterwerden.“
Beide lachten….die peinliche Situation zumindest etwas entspannt.
Die Sprechstundenhilfe blickte sich um...außer den beiden war niemand in der Nähe: „Hey…Ich würde es gerne wieder gut machen. Darf ich dich vielleicht auf einen Kaffee einladen….Ähm…als…als Entschädigung meine ich natürlich.“
Julian war sichtlich überrascht: „Oh. Na klar…sehr gerne. Also du musst nicht…. aber wenn du magst sage ich natürlich nicht Nein.“
Sie strahlte sichtbar und schob ihm einen hastig gekritzelten Zettel zu.“ Super! Hier schreib mir einfach per WhatsApp wann es dir passt“
Auf dem Zettel stand „Carina“ und dahinter eine Handynummer. Julian war sichtlich überrascht. Passierte das alles gerade wirklich? Normalerweise war das doch nur Stoff eines kitschigen Romans oder eine schlechten FanFiction.
Carina antwortete: „Ich muss leider ins Labor. Machs gut. Schönen Tag dir“
„Danke dir auch“ Mehr bekam Julian nicht heraus. Zögerlich verließ er die Praxis und machte sich auf den Weg zur Bushaltestelle. Das war ein sonderbarer Tag. Er sollte eigentlich froh sein. Er war hier hergekommen da er sich Sorgen machte Hodenkrebs zu haben. Und plötzlich kreisten seine Gedanken um etwas ganz anderes.
Der Bus bog bereits um die Ecke und kam zum Halten. Julian stieg ein. 45 Minuten Heimreise standen ihm noch bevor. Genug um…..warum nicht ? Er zog den Zettel mit der Nummer hervor, speicherte sie ein und öffnete WhatsApp
Er tippte:
„Hi Carina, Also….wenn das Angebot noch steht…Samstag nachmittag okay?…14 Uhr vielleicht ?“
Er zögerte und drückte auf Senden….
Ende