Julian beim Urologen
Ultraschall der Prostata
Wie in Trance drehte sich Julian, die Hose immer noch unter den Kniekehlen, auf die linke Seite. Mit einem Herzschlag bis zum Hals und Adrenalin bis unter die Schädeldecke blickte er nervös hinter sich und sah wie die Ärztin die längliche Ultraschallsonde aus der Halterung nahm. Mit einem professionellen und konzentriertem Gesichtsausdruck zog sie eine kondomähnliche Hülle über den länglichen Stab und rieb ihn mit einer großzügigen Menge Ultraschallgel ein. Ihre Worte drangen wie durch einen Vorhang zu Julian vor.
„Für die Prostatauntersuchung führe ich einen transrektalen Ultraschall durch. Das heißt ich führe die Sonde in Ihren After ein. Dadurch kann ich die relative Größe ihrer Prostata einschätzen. Den jetzigen Wert haben wir dann quasi als Nullwert den wir zum Vergleich hernehmen können, wenn Sie zu späteren Untersuchungen kommen. So können wir krankhafte Veränderungen rechtzeitig entdecken und entsprechend handeln.“
Julian hätte unter anderen Umständen vielleicht sogar interessiert zugehört, doch er war ein einziges Nervenbündel und das entging auch Dr Kürchner nicht.
„Alles in Ordnung bei Ihnen?“
Julian antwortete zögerlich: „Ja…ich…war jetzt nur nicht darauf vorbereitet…hätte ich gewusst…“
Die Ärztin hakte ein: „Sie müssen sich keine Sorgen machen. Das ist eine ganz normale Untersuchung. Nur für eine grobe Befundung. Versuchen Sie sich einfach zu entspannen, dann wird es weder unangenehm noch schmerzhaft.“
Julian wollte widersprechen aber sein Körper schien ihm vor Anspannung nicht mehr zu gehorchen. So konnte er nur wie in Trance zusehen wie die Ärztin die Sonde nach unten in Richtung seiner Hüfte und dann außerhalb seines Sichtfelds dirigierte.
„Nicht erschrecken bitte. Das Gel ist etwas kalt.“ Hörte er die Worte der Ärztin. Dann spürte er schon einen seltsamen Druck an seinem Anus, der langsam immer stärker wurde.
„Einmal kurz gegendrücken“ hörte er Dr Kürchner sagen.
Doch bevor er die Worte verarbeiten konnte und erraten konnte was sie mit „gegendrücken“ meinte, drang die Sonde weiter in seinen Po ein und der Schock drückte ihm fast die Luft aus der Lunge. Das Gel war eiskalt und die Sonde fühlte sich riesig groß an. Das Eindringen erzeugte ein unangenehmes Druckgefühl, das sofort einem schmerzhaften Brennen im Po wich. Julian verkrampfte sich instinktiv, seine Hände ballten sich zu Fäusten, er biss die Zähne zusammen und das Brennen wurde unerträglich.
„Ffffffffff……Nggghhh..Au..Au..Au…Aaaaah…Bitte aufhören…..Ich kann das nicht….es tut weh….BITTE AUFHÖREN!!!!“
Er merkte wie die Sonde immer noch in ihm steckte. Dr Kürchner machte offenbar keine Anstalten sie herauszuziehen. Das Fremdkörpergefühl war uneträgich und das Brennen wollte nicht nachlassen. Julian war kurz davor mit den Händen nach hinten zu greifen im Versuch das Objekt zu entfernen, einfach aufzuspringen, um sich selbst von dieser Prozedur zu erlösen. Doch dann spürte er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter.
„Atmen…versuchen Sie zu atmen das hilft“ Dr Kürchner sprach mit einem sanften fast besorgtem Ton zu ihm. Dieser fürsorgliche Ton zusammen mit der Hand auf der Schulter holten Julian für einen Moment in die Realität zurück. Wieder drang die Stimme der Ärztin zu ihm durch.
„Atmen Sie ein…zählen Sie bis drei….Atmen Sie aus….Zählen Sie bis drei. Glauben Sie mir, das hilft.“ Erwiderte sie „Dadurch entspannt sich ihr Körper wieder.“
Julian versuchte es. „Einatmen…Eins, Zwei, Drei….Ausatmen….Eins, Zwei, Drei“. Langsam merkte er wie sich sein Herzschlag beruhigte. Seine Atmung wurde wieder langsamer und er merkte selbst wie er sich entspannte. Er merkte noch deutlich den Fremdkörper in seinem Po doch das Brennen nahm mehr und mehr ab und wich langsam einem unangenehmen aber nicht schmerzhaftem Druckgefühl.
Dr Kürchner blickte zufrieden auf ihren Patienten. Das war nicht das erste Mal, dass sie so etwas in der Praxis hatte. Und sie hatte inzwischen die notwendige Erfahrung mit diesen schwierigen Fällen umzugehen. Ihre linke Hand ruhte noch ein paar Sekunde auf Julians Schulter, bevor sie sie zurückzog. Ihre rechte Hand hielt immer noch die Ultraschallsonde fest, die nur ein Stück weit eingeführt war.
„Versuchen wir weiter zu machen?“
Julian nickte zögerlich.
„Sehr gut. Versuchen Sie gegenzudrücken, wie auf der Toilette. Dadurch geht das Einführen leichter. Und das Atmen nicht vergessen.“ Zielsicher drückte sie das Instrument tiefer in den Po ihres Patienten.
Julian versuchte den Anweisungen der Ärztin Folge zu leisten und presste sachte. Schon spürte er wie die Sonde tiefer in ihn eindrang. Millimeter für Millimeter bahnte sie sich ihren Weg in seinen Po. Aber es war nicht länger schmerzhaft. Es war ein ungewohntes Gefühl…und doch auf eine bizarre Weise kam ihm der Reiz bekannt vor. Er erinnerte sich… schließlich musste er bis in die Pubertät das Fiebermessen durch seine Eltern erdulden. Alle Beschwerden und Diskussionsversuche stießen auf taube Ohren, sie endeten damit, dass er mit heruntergezogener Hose auf der Seite lag, einen leisen Pieps hörte und spürte wie das digitale Thermometer in ihn eindrang. Aber das Fieberthermometer war schmal, und nach nicht einmal einer Minute war der Spuk schon vorbei gewesen. Dieses Instrument war so viel breiter, viel länger, mit so viel kaltem Gel beschmiert und die Untersuchung schien nicht so schnell enden zu wollen.
Plötzlich hörte die Sonde auf sich zu bewegen. Vielleicht war es ja nun vorbei. So hoffte er zumindest. Bis er spürte wie die Sonde sich leicht zur Seite neigte und von innen gegen ihn drückte.
„Gut. Wenn ich hier neige, kann ich ihre Prostata sehen. Soweit alles unauffällig.“ Dr Kürchner bewegte die Sonde leicht, immer darauf bedacht es nicht unangenehmer als notwendig zu machen.
Julian spürte ein leichtes Stechen….es war befremdlich und schien einen Impuls durch seinen ganzen Körper zu jagen. Er spürte wie die Sonde von innen gegen seinen Körper drückte. Das Gefühl hinten ausgefüllt zu sein gepaart mit diesem seltsamen Druck…zwischen seinen Beinen begann sich etwas zu regen.
„Oh bitte nicht….“ Dachte er sich „Das darf jetzt nicht auch noch passieren.“ Vorsichtig bewegte er seine Hände in Richtung seiner Hüfte um die Sicht auf seinen Schritt zu verdecken. Hoffentlich war es bald vorbei.
„Gut Herr Hoppe. Ich werde noch schnell ein paar Bilder für Ihre Akte abspeichern dann können Sie…“
Plötzlich klickte die Türklinke und die Tür öffnete sich mit einem energischen Schwung. Eine junge brünette Frau, gekleidet in mintgrün stand in der weit geöffneten Tür. Mit direktem Blick auf die Untersuchungsliege und das Spektakel das sich ihr bot.
„Frau Doktor. Es ist dringend. Ich brauche von Ihnen eine….OH GOTT ENTSCHULDIGUNG!!!“
In Sekundenbruchteilen flog die Tür wieder zu und blieb nur einen Spaltbreit offen. Doch Julian hatte die Stimme erkannt. Es war die Sprechstundenhilfe. Die junge Frau von vorne an der Rezeption. Und sie hatte ihn in dieser Position gesehen. Halbnackt auf einer Liege mit einem länglichen Gegenstand im Hintern. Er wäre vor Scham am liebsten im Boden versunken.
Frau Dr Kürchner antwortete sichtlich genervt in Richtung der Tür: „Du hast gesagt es ist dringend. Wenn du schon reinplatzt, kannst du auch ausrichten was so wichtig ist.“
Die Sprechstundenhilfe steckte ihre Kopf durch die geöffnete Tür, sichtlich peinlich berührt. „Ähm also….wir haben einen Anruf bekommen. In 20 Minuten kommt ein Patient zu uns. Am Telefon sagte er, er hätte große Schmerzen. Dr Kling hat leider zu viele Patienten. Könnten Sie ihn dann übernehmen?“
Dr Kürchner seufzte resigniert. „Ja kann ich. Schick ihn dann zu mir. Und jetzt…bitte“ Mit einer energischen Handbewegung wies sie die Sprechstundenhilfe an die Tür wieder zu schließen.
Julian lag auf der Liege und wurde nicht mehr. Er wusste nicht wie das an Peinlichkeit zu überbieten war. Die Ärztin war eine Autoritätsperson und es war ihr Job. Aber die Sprechstundenhilfe war vielleicht gerade einmal sein Alter. Vielleicht nur zwei Jahre jünger oder älter und hatte ihn so gesehen. Vielleicht war es der Scham geschuldet aber zumindest hatte sich die anbahnende Erektion durch diesen Vorfall wieder gelegt.
„Entschuldigen Sie bitte. Das hätte nicht sein müssen. Warum sie mich nicht einfach angerufen hat, verstehe ich nicht. Ich rede nachher mal ein ernstes Wörtchen mit ihr.“
„Nein.“ Erwiderte Julian, sichtlich strapaziert durch die Dauer der Untersuchung. „Schon in Ordnung…Es…ist nicht so schlimm“
„Na gut wie sie meinen. Alles klar…wo waren wir denn….Aha, wir waren schon fast fertig.“ Die Ärztin drückte ein paar Knöpfe am Gerät um Bildschirmaufnahmen des Ultraschallgeräts zu speichern.
„Und das war es schon….Einmal kurz tief ausatmen.“
Julian atmete langgezogen aus und spürte wie die Sonde nach und nach aus ihm herausgezogen wurde. Ein befremdliches Gefühl aber weit weniger unangenehm als das Einführen. Mit einem leisen Plopp glitt die Sonde aus seinem Po.
"Wunderbar. Sie Haben es überstanden.“
Die Ärztin warf ihm einen aufmunternden Blick zu und reichte ihm Papiertücher. Vorsichtig putzte Julian sich die Überreste des Ultraschallgels ab. Sein Po fühlte sich seltsam gedehnt an. Hoffentlich würde das wieder vorbei gehen. Zögerlich zog er sich die Hose hoch und setzte sich auf der Untersuchungsliege auf. Dr Kürchner blieb ihm gegenüber sitzen.
„Gut Herr Hoppe…Auf dem Ultraschall habe ich nichts auffälliges entdecken können. Soweit ist bei Ihnen alles in Ordnung. Und ihren Verdacht auf Hodenkrebs haben wir ja schon vorhin ausgeschlossen. Aber…aufgrund ihrer familiären Krankheitsgeschichte würde ich empfehlen ihre Prostata engmaschig zu kontrollieren. Am Besten Sie lassen sich in unserer Patientenkartei anlegen. Sagen Sie einfach vorne an der Rezeption Bescheid.
Julian wurde rot im Gesicht. „Na großartig. Jetzt muss ich regelmäßig kommen um mir das Ding in den Hintern schieben zu lassen“
Zögerlich erwiderte er. „Na gut. Und wie oft soll ich denn zur Kontrolle kommen ?“
Die Ärztin antwortete: „Das hängt von ihrem Alter ab. Bis 45 sollten sie alle 3-5 Jahre zur Kontrolle vorbeikommen. Ab 45 dann bitte alle 1-2 Jahre, da ab diesem Alter das Risiko steigt. Und natürlich falls Sie Beschwerden wie starken Harndrang oder ähnliches verspüren.“
„Haben Sie denn sonst noch Fragen?“
Julian antwortete: „Nein…ich glaube…nicht. Ähm Danke nochmal, dass sie so verständnisvoll waren.“
Die Ärztin antwortete keck: „Ist immerhin mein Job. Gut, dann Ihnen schönen Tag noch, wir sehen uns dann zur nächsten Vorsorge. Bis bald“