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Aufrufe: 132 Created: Vor 2 Tage Updated: Vor 2 Tage

Smaragdgrün

Ein Schmerz in der Brust

Stina hebt vorsichtig und benommen die Augenlieder. Alles ist ein bisschen verschwommen, doch das erste was sie sieht sind zwei grün funkelnde Smarakte. Sie blinzelt zwei mal und schaut in ein wunderschönes Paar tief-grüne Augen. „Oh hey, Du bist wach?“ Die Augen sehen besorgt aus und langsam bildet sich ein ganzes Bild. Da lehnt ein junger Mann, mit weichen Gesichtszügen und strubbeligen, dunklen Haaren über ihr, dem die beiden smaragdgrünen Augen gehören.

Sie versucht behutsam sich aufzurichten, aber er hält sie auf dem Boden: „Psch, ganz ruhig. Nicht aufstehen.“ Die Stimme ist zart und freundlich, aber bestimmt.

Erst jetzt spürt Stina den kalten Stein, auf dem sie liegt. Ihre Brust schmerzt, in ihrem Kopf dreht sich alles, mehrere Schatten knien um sie herum und es piept in regelmäßigen Abständen. Sie dreht sich wieder zur Stimme. „Kannst du einmal die Augen öffnen und hierher schauen?“ Stina lächelt ein wenig, als sie wieder ins zarte Gesicht des Wuschelkopfes schaut. Dann sieht sie ein helles Licht, das sie anstrahlt. „Pupillen reagieren normal!“

Sie wundert sich: Was passiert hier grade? „Ok, Puls und Blutdruck sind stabil, Pupillen unauffällig, Patientin bei Bewusstsein und ansprechbar“ Was? Fragt Stina sich. Geht es etwa um mich? Wieder schaut sie die Smaragdaugen fragend an. „Frau äh… Adams, richtig?“ Stina versucht zu nicken, aber ihr Nacken ist fixiert, also haucht sie bloß: „Stina, ja“ Die Smaragdaugen schmunzeln: „Ok ,..Stina, du bist erstmal in sicheren Händen. Tut dir irgendwas weh?“ Stina fasst sich an die Brust.

Dabei spürt sie Kabel und als sie merkt, dass sie keinen BH mehr anhat hält sie beschämt beide Hände vor die Brüste. „Schh Stina, alles in Ordung.“ Vorsichtig schiebt er die Hände beiseite. „Du brauchst dich nicht schämen“ Langsam beginnt sie den Smaragdaugen zu vertrauen und nimmt die Hände wieder weg. „Das Herz tut noch weh?“ Fragt er sorgsam. Wieder bleibt Stina beim Versuch zu nicken mit dem Kinn hängen. Ihr dämmert langsam, das sie eine Halskrause trägt. „Ok“, die Stimme bleibt ruhig: „Das kann noch sein, du hattest einen Herzstilstand“

Stina reißt die Augen weit auf. Er merkt scheinbar, dass er sie grade ziemlich erschreckt hat und schaut kurz zum Piepen, das ein wenig schneller geworden ist. Um sie doch wieder zu beruhigen streicht er ihr vorsichtig durchs Haar: „Aber Alles wird gut, wir bekommen das wieder in Ordnung, ok?“ Langsam beruhigt sie sich wieder. Von weiter hinten hört sie eine Frauenstimme: „Ok, wir sind bereit für den Abtransport!“

„Stina, wir werden dich gleich einmal hier rüber, auf die Liege heben“ Das Nicken hat sie mittlerweile aufgegeben, aber sie macht ein zustimmendes:„Hm Hm“, während sie den Blick nicht von dem zarten, makellosen Gesicht lassen kann. Er legt die Hände unter ihre Schultern und zeitgleich spürt sie, wie jemand ihre Füße packt. „Bereit?“, fragen die Smaragdaugen. „Hm Hm“ Und schon verliert sie den Boden unter dem Po, wird zur Seite gehoben und auf der anderen Seite auf einem weichen Untergrund wieder abgesetzt.

„Alles ok?“ wird sie gefragt und zum allerletzten Mal lächelt sie zustimmend.

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JSaSa7571 Vor 6 Stunden 1
stann80 Vor 20 Stunden 3