Mira & Aron - der Rollentausch
Nachtschicht
Mira und Aron waren irgendwann auf dem Sofa eingeschlafen, doch irgendwann bewegte sich Aron neben ihr unruhig. Mira blinzelte langsam. Halb im Schlaf legte sie automatisch eine Hand an seine warme Stirn, sie seufzte leise. „Herr Patient…“, murmelte sie verschlafen. Aron öffnete träge ein Auge. „Mira…?“
Sie setzte sich etwas auf und rieb sich die Augen „Sie sind unruhig.“ „Mir ist warm“, murmelte er. Mira griff nach dem Thermometer auf dem Couchtisch, „Dann messen wir noch einmal.“ Aron sah das Gerät skeptisch an. „Schon wieder?“ Mira zog eine Augenbraue hoch. Im schwachen Licht sah man das kleine, gefährliche Grinsen auf ihrem Gesicht. „Eigentlich“, sagte sie ruhig, „ist das wirklich nicht die genaueste Methode.“ Aron blinzelte… Sie setzte ihre professionelle Stimme auf. „Die rektale Messung ist medizinisch am präzisesten.“ Aron setzte sich halb auf. „Mira neiiin.“ Sie verschränkte die Arme. „Der Patient widerspricht der Behandlung?" "Weil du das nur sagst, um mich zu ärgern.“ Mira lächelte unschuldig. „Ne, diesmal mein ich das ernst.“
Er ließ sich wieder ins Sofa sinken „Du bist unmöglich.“ Sie stupste ihn leicht mit dem Thermometer an, „Umdrehen.“ „Das ist ein Machtmissbrauch.“ scherzt er. „Das ist medizinische Genauigkeit.“ Er sah sie ein paar Sekunden lang an, dann stöhnte er dramatisch. „Wenn ich das jemals jemandem erzähle…“ Schließlich drehte er sich murrend auf die Seite und zog sich die Decke ein Stück hoch und die Hose runter. „Ich kann nicht glauben, dass ich das zulasse.“
Mira musste leise lachen, spreizte seinen knackigen Po und führte langsam das Thermometer ein… „Stillhalten.“ Ihre Stimme wurde wieder etwas ernster, während sie kurz konzentriert arbeitete. „Du bist wirklich eine sehr strenge Krankenschwester“, murmelte Aron in das Sofakissen. „Ich nehme meinen Job ernst.“
Ein paar Sekunden später piepte das Thermometer. Mira zog es heraus und betrachtete die Anzeige. Dann nickte sie zufriede „Siehst du, so schlimm wars gar nicht.“. Aron drehte sich sofort wieder zu ihr um. „Und?“. „Leichtes Fieber. Aber besser als vorher.“ Er seufzte erleichtert „Gut“.
Mira legte das Thermometer weg und zog die Decke wieder ordentlich über ihn. Für einen Moment sagte keiner von beiden etwas, der Raum war still. Nur ihr Atem und das leise Rascheln des Vorhangs waren zu hören. Aron sah sie im Halbdunkel an. „Du bist ziemlich… beeindruckend heute.“ Sie blinzelte „Beeindruckend?“ „Ja“ Seine Stimme war immer noch etwas müde, „So konzentriert. So…“ Er suchte kurz nach einem Wort. „…dominant.“ Mira musste leise lachen, „Dominant?“ „Du hast mich gezwungen Tee zu trinken.“ „Das nennt man Pflege.“ erwiederte Mira. „Du hast mich gezwungen Tabletten zu nehmen.“ „Therapie.“
Er hob leicht den Kopf, um sie besser ansehen zu können „Und jetzt kontrollierst du mich mitten in der Nacht.“. Mira beugte sich ein kleines Stück näher. Ihre Stimme wurde ruhiger. „Weil ich mich kümmere.“ Aron schwieg einen Moment, dann lächelte er leicht „Ich mag das.“
Ihre Finger zeichneten gedankenlos kleine Kreise auf seiner Brust „Du magst es, Patient zu sein?“ „Nein.“ Er sah ihr direkt in die Augen und verbesserte: „Dein Patient zu sein.“
Für einen Moment blieb Mira still. Dann schob sie ihn sanft ein Stück zurück in das Sofa, bis sein Rücken wieder im Polster lag. Ihre Bewegung war ruhig, aber bestimmt. „Der Patient sollte schlafen“, sagte sie. Aron grinste leicht, „Du gibst wirklich Befehle.“ Sie stützte sich mit einer Hand neben seinem Kopf ab und sah auf ihn hinunter. Im schwachen Licht sah man das kleine, selbstbewusste Lächeln auf ihren Lippen. „Und du folgst ihnen.“
Er sah sie ein paar Sekunden lang an, dann hob er leicht die Hände. „Ich bin ein kooperativer Patient.“ „Gut.“ Mira beugte sich etwas weiter herunter, ihre Stirn berührte ganz kurz seine. „Dann wird die Behandlung erfolgreich.“ Aron schloss für einen Moment die Augen. „Du bist gefährlich.“ „Warum?“ „Weil du süß bist“, murmelte er, „und gleichzeitig so tust, als wärst du mein Chef.“ Mira grinste, „Als Krankenschwester bin ich das.“ Er öffnete wieder die Augen „Nur im Dienst.“ „Ich habe Nachtschicht.“ Aron lachte leise, „Natürlich hast du die.“
Mira rutschte schließlich wieder neben ihn unter die Decke, sie zog ihn einfach an sich. Sie legte seinen Kopf auf ihre Schulter und strich ihm langsam durch die Haare. Ruhig, beruhigend, ihre Stimme wurde wieder sanft. „Schlaf.“ Er murmelte noch etwas Unverständliches. „Was?“ fragte sie ruhig. „Beste Behandlung…“, brummte er müde. Mira lächelte im Dunkeln. Sie drückte einen leichten Kuss auf seine Stirn. "Natürlich.“ Dann flüsterte sie leise: „Entspann dich … ich hab dich ganz fest im Arm.“
Draußen begann irgendwo ein Vogel zu singen, obwohl die Nacht noch tief war. Und dieses Mal dauerte es nicht lange, bis Aron wirklich wieder einschlief, warm eingekuschelt in die Arme seiner sehr aufmerksamen Nachtschwester.
Sehr geil geschrieben, gefällt mir sehr…