Bella beim Zahnarzt
nach dem bohren
Anna hatte inzwischen ein kleines Tablett vorbereitet. Darauf standen ein Becher mit Wasser, ein Speichelsauger, Tupfer und ein kleines Schälchen mit Fluoridlack.
„Dann machen wir noch die Fluoridierung.
Bitte noch einmal den Mund öffnen.“
Mit einem kleinen Tupfer trocknete sie zuerst die behandelten Zähne. Die Luft aus dem Speichelsauger fühlte sich kühl an auf den frisch bearbeiteten Stellen.
Dann tauchte sie einen feinen Pinsel in den Lack und begann, die behandelte Seite sorgfältig zu bestreichen.
„Das schützt die Zähne jetzt zusätzlich, grade nach so großen Füllungen ist das sinnvoll.“
Der Fluoridlack schmeckte leicht bitter und klebrig
Sie kontrollierte noch einmal kurz den Auftrag.
„So, das war’s schon.“
Meine Wange fühlte sich immer noch schwer und fremd an. Beim vorsichtigen Zusammenbeißen merkte ich deutlich, dass sich etwas im Mund verändert hatte.
Anna griff in eine Schublade und zog einen Handspiegel heraus.
„Dann schauen wir uns das Ergebnis mal an“ sagte sie.
Sie stellte sich leicht seitlich neben den Stuhl und hielt mir den Spiegel vors Gesicht.
Zuerst sah ich nur die Lampe, die sich im Spiegel spiegelte. Dann, als Anna den Spiegel etwas drehte, fielen die drei behandelten Backenzähne ins Blickfeld.
Die Kauflächen glänzten silbrig und auch zwischen den Zähnen war silbergraues Material zu sehen.
" Oh.." murmelte ich leise.
Anna nickte nur "das sind die neuen Füllungen.“
Sie nahm zusätzlich den kleinen Zahnarztspiegel und hielt ihn seitlich in den Mund, damit ich die Stellen besser erkennen konnte.
„Hier hinten ist 16.“
Sie tippte vorsichtig mit der Sonde auf den hintersten Backenzahn.
Im Spiegel sah ich esv
deutlich. Fast die gesamge Kaufläche war grau, ebenso der Zahnzwischenraum nach vorne.
Als ich den Blick leicht verschob, traf mich der Anblick noch stärker.
Die Füllung am 15 war noch größer. Das Amalgam zog sich über einen großen Teil des Zahnes, Kaufläche, Außenfläche und interdental, der Zahn war unverkennbar metallisch.
„Der Zahn war am stärksten betroffen“, kommentierte Anna meinen Blick.
Ich schluckte.
Der Kontrast zum restlichen Zahn war deutlich.
Auch am 14 war jetzt eine deutlich sichtbare Füllung, wenn auch etwas kleiner.
Ich starrte einen Moment auf die drei Backenzähne.
„Die sind… ziemlich auffällig“, murmelte ich schließlich.
„Amalgam sieht man natürlich mehr als Kunststoff " waren die wenig aufmunternden Worte von Anna.
In diesem Moment trat Dr. Grobel wieder näher an den Stuhl.
Sie warf einen kurzen Blick in den Spiegel, den ich noch immer hielt.
„Wir mussten viel zerstörte Zahnsubstanz entfernen. Kleine, unauffällige Füllungen wären hier gar nicht möglich gewesen. Aber
mit gründlicher Zahnpflege wäre es höchstwahrscheinlich gar nicht so weit gekommen.“
Ich senkte den Blick und Dr. Grobel fuhr fort.
„Karies entwickelt sich über lange Zeit. Die Bereiche zwischen den Zähnen sind besonders anfällig, genau dort, wo Zahnseide eingesetzt werden sollte.“
Sie zeigte noch einmal kurz auf den Zahn 15.
„Dieser Zahn war nur wenige Millimeter davon entfernt, eine Wurzelbehandlung zu brauchen.“
Die Worte ließen mich unwillkürlich wieder auf die Füllung schauen.
Dr. Grobel legte die Sonde zurück auf das Tablett.
„Und leider waren das noch nicht alle Stellen. Bei der Untersuchung zu Beginn hat sich noch so einiges mehr an Behandlungsbedarf gezeigt.“
Dann sagte sie zu Anna:
„Bitte gleich einen Folgetermin eintragen.“
Anna nickte und öffnete das Terminprogramm.
„Wir hätten in zwei Wochen einen Termin frei.“
Gut geschrieben, hat mir sehr gefallen.…
Vielleicht wird ja beim nächsten Mal oh…
Das ist das Schönste, wenn man erst aus…