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Mira & Aron - der Rollentausch

Aron ist krank

Der Frühling begann gerade erst, sich in der kleinen Straße bemerkbar zu machen, in der Mira und Aron ihre Wohnung hatten. Durch das gekippte Fenster im Flur wehte eine milde Abendluft herein, die nach feuchter Erde und den ersten Blüten roch. Irgendwo draußen zwitscherte ein Vogel, obwohl es schon dämmerte. Die Tage wurden länger, die Luft weicher, und alles fühlte sich ein bisschen nach Aufbruch an.

Mira schob die Wohnungstür mit dem Fuß zu und ließ ihre Tasche neben der Garderobe auf den Boden sinken. Ihr Rücken fühlte sich müde an, aber in ihr kribbelte immer noch eine aufgeregte, warme Energie. Heute war ein großer Tag gewesen, ihr erster Arbeitstag als examinierte Pflegerin im Krankenhaus.

„Ich bin daaa…“, rief sie in die Wohnung.

Normalerweise hätte Aron sofort geantwortet. Entweder aus dem Wohnzimmer oder aus der Küche, meistens mit irgendeinem scherzhaften Kommentar. Manchmal kam er sogar gleich zur Tür, um sie zu umarmen, sobald sie nach Hause kam.

Heute blieb es still. Mira runzelte leicht die Stirn. „Aron?“

Als sie ins Wohnzimmer trat, sah sie ihn schließlich auf dem Sofa. Er lag halb zusammengerollt unter einer Decke, die bis fast über seine Nase gezogen war. Seine Haare standen wirr in alle Richtungen, und sein Gesicht war leicht gerötet. Sie blieb im Türrahmen stehen und verschränkte langsam die Arme. „Aha.“ Aron blinzelte zu ihr hoch. Seine Stimme klang müde. „Hey… Maus.“

„Nicht bewegen“, sagte sie sofort und trat näher, ihre Augen musterten ihn aufmerksam. „Ich sehe schon, was hier los ist.“ Er verzog leicht das Gesicht. „Mir geht’s nur ein bisschen mies.“ Mira setzte sich auf die Sofakante und legte den Kopf leicht schief, während sie ihn musterte, so wie sie es auf Station gelernt hatte.

„Du siehst aus wie mein schwierigster Patient von der Station.“ Er schnaubte leise. „Super. Genau das wollte ich hören.“ Für einen Moment blieb sie still. Dann breitete sich langsam ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus. „Weißt du eigentlich, was für ein perfektes Timing du hast?“ Aron blinzelte träge. „Hm?“ Mira stemmte die Hände in die Hüften. „Deine persönliche, frisch ernannte Krankenschwester hatte heute ihren ersten Spätdienst.“ Ein paar Sekunden brauchte Aron, um das zu verarbeiten. Dann erschien trotz seiner Müdigkeit ein schiefes Lächeln.

„Oh nein.“ „Oh doch.“ Sie zog ihr Haargummi straffer, als würde sie sich mental auf eine Schicht vorbereiten. „Heute bist du mein Patient.“ „Ich wollte nur Tee…“, versucht Aron sich rauszureden. „Zu spät.“ erwiedert Mira sofort.

In den nächsten Minuten verwandelte Mira das Wohnzimmer halb in eine improvisierte kleine Hausstation. Sie brachte ein Thermometer aus dem Bad, stellte eine dampfende Tasse Kräutertee auf den Couchtisch und legte eine kleine Packung Tabletten daneben. Aus ihrer Tasche zog sie sogar ein kleines Notizbuch.

Aron beobachtete das alles aus seinem Deckenhaufen heraus mit leicht skeptischem Blick. „Du nimmst das sehr ernst.“ Mira setzte sich neben ihn, schlug das Notizbuch auf und griff nach einem Stift. „Natürlich. Schließlich muss ich üben.“ „An mir?!“ fragt er leicht verzweifelt. Sie lächelte unschuldig. „Du bist freiwilliger Studienpatient.“ Er lacht leicht,„Ich habe nie zugestimmt.“ Mira sah ihn mit gespieltem Ernst an. „Herr Patient, Kooperation verbessert Ihre Prognose erheblich.“ Er seufzte dramatisch. „Ja, Schwester…“ "Große Krankenschwester“, korrigierte sie trocken. Ein müdes Grinsen huschte über sein Gesicht. „Meine große Krankenschwester.“ „Schon besser“ kichert sie.

Mira nahm vorsichtig sein Handgelenk in ihre Finger. „Stillhalten. Ihre Fingerspitzen lagen warm auf seiner Haut, während sie konzentriert den Puls fühlte. Ihr Blick wurde plötzlich ganz professionell, und eine kleine Falte erschien zwischen ihren Augenbrauen. Aron beobachtete sie. „Du siehst gerade richtig professionell aus.“ „Mhm.“ „Das ist ein bisschen heiß.“ Sofort stupste sie ihn mit dem Finger gegen die Stirn. „Patient flirtet mit dem Personal. Kommt in die Akte.“ „Was?“ erwiedert Aron gespielt entsetzt. „Regelverstoß.“ Sie grinste kurz, bevor sie wieder konzentriert wurde. „Puls etwas schneller als normal…“

Sie griff nach dem Thermometer und hielt es ihm hin. „Muss das sein?“ Aron verzog das Gesicht. „Ja, und wir messen so wie es am genausten ist.“ Er schaut sie nur fragend an. „Ich müsste einmal an deinen kleinen hübschen Po ran“ versucht Mira ihn zu veräppeln. „Hä neiiiin, bei richtigen Patienten auf Station macht ihr das doch bestimmt auch nicht mehr so“, erwiedert er, um aus der Situation rauszukommen. „Ja und? Das heißt ja nicht, dass es nicht trotzdem die genauste Methode ist, also beweg dich.“ sie beginnt zu kichern. Aron weigert sich weiter. „Okayyy wir können auch im Mund messen, ich wollte dich nur ein wenig ärgern. Aber deine Temperatur würde ich trotzdem gerne wissen du hotty.“ sie zwinkert. „Also Mund auf.“Mira hob eine Augenbraue. „Aron?.“Woederholt sie ewtas strenger.„Ja?“ „Mund auf!.“ Er seufzte leise, öffnete aber schließlich gehorsam den Mund. Sie schob das Thermometer unter seine Zunge. „Brav.“ Ein paar Sekunden später piepte das Gerät leise. Mira zog es heraus und warf einen Blick auf die Anzeige. „Leichtes Fieber.“ Aron ließ sich tiefer ins Sofa sinken. „Ich hab’s gesagt…“

„Deshalb“, sagte sie ruhig, „behandeln wir das jetzt ordentlich.“ Sie gibt ihm die Tasse Tee in die Hand. „Trinken.“Aron nahm vorsichtig einen Schluck und verzog sofort das Gesicht. „Eww ist der heiß.“ Er verzieht das Gesicht. „Der soll heiß sein.“ Aron zieht einen Schmollmund „Du bist streng.“ „Ich bin fürsorglich.“ Er musterte sie mit einem schiefen Lächeln, „Beides.“. Mira schreibt etwas in ihr Notizbuch. „Was schreibst du da?“ Ich dokumentier: “Patient jammert über Tee.“ „Ich jammere nicht!“ Erwiedert Aron. „Jetzt schon.“ Er verschränkte die Arme unter der Decke "Ich möchte Beschwerde einreichen.“ „Abgelehnt.“ Sie beugte sich ein Stück näher zu ihm. „Okay, Herr Lieblingspatient.“ Wieder nahm sie sein Handgelenk. „Seit wann geht es dir schlecht?“„Heute Nachmittag.“ „Kopfschmerzen?“ „Ein bisschen.“„Hals?“ Er nickte. "Zeig.“mMira griff in ihre Tasche und holte eine kleine Taschenlampe heraus. Aron starrte sie an. "Du trägst sowas mit dir herum?“„Mhm ich bin stets professionell vorbereitet.“ Er seufzte ergeben. „…fair.“ „Mund auf.“ Sie leuchtete vorsichtig in seinen Mund und betrachtete kurz seinen Hals. „Hm.“ sie untersucht seinen Hals mit professioneller Miene… „Ist das ein schlechtes hm?“ „Nein.“ Ein beruhigendes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. "Nur ein leicht gereizter Hals.“Aron entspannte sich sichtbar.

Mira legte zwei Tabletten auf den Tisch. „Die hier helfen gegen Fieber und Kopfweh.“ Aron musterte sie misstrauisch. „Sind die groß?“ "Aron.“ sagt Mira leicht genervt. „Ich frage nur!“ „Nimm sie einfach, sind sind nicht groß.“ Er schluckte sie schließlich mit einem Schluck Tee herunter. Mira nickte zufrieden. „Sehr gut.“ Dann legte sie ihre Hand an seine Stirn. Ihre Stimme wurde weicher. „Du bist wirklich warm.“ Aron sah sie an. "Du bist süß, wenn du dich kümmerst.“ „Ich kümmere mich immer.“ Sie strich ihm eine Haarsträhne aus der Stirn. „Aber heute bist du mein offizieller Lieblingspatient.“

Nach einer Weile griff sie wieder zu ihrem Notizbuch. „Ich stelle jetzt einen Behandlungsvertrag aus.“ Aron stöhnte leise „Oh nein.“ Mira begann zu schreiben und las schließlich vor: „Erstens: Patient trinkt Tee. Zweitens: Patient ruht sich aus. Drittens: Patient widerspricht der Krankenschwester nicht ständig. Viertens: Nach erfolgreicher Behandlung erhält die Krankenschwester eine Belohnung.“ Aron lachte schwach. „Eine Belohnung?“ „Ja.“ "Was für eine?“ fragt er vorsichtig. Sie drehte das Notizbuch zu ihm. „Unterschreiben.“ Er setzte mit einem Grinsen seinen Namen darunter. „Ich hoffe, ich bereue das nicht.“

Der Abend wurde langsam ruhiger. Draußen wurde der Himmel dunkler, und durch das Fenster zog weiterhin die frische Frühlingsluft. Mira saß neben ihm auf dem Sofa, während Aron halb an sie gelehnt unter der Decke lag und sich an sie kuschelt. Gelegentlich überprüfte sie noch einmal seinen Puls oder legte kurz ihre Hand an seine Stirn. „Schon besser“, stellte sie schließlich zufrieden fest. Aron sah sie mit schläfrigen Augen an. „Du bist eine ziemlich gute Krankenschwester.“ „Natürlich“ Ein schwaches Lächeln erschien auf seinem Gesicht. „Meine Lieblingskrankenschwester.“Mira lächelte etwas stolz „Schlaf jetzt.“.

Eine Stunde später fühlte Aron sich deutlich besser. Mira klappte zufrieden ihr Notizbuch zu. „Behandlung vermutlich erfolgreich, Verlaufskontrolle geplant.“ und informierte ihn darüber. "Gut“, murmelte er und streckte sich vorsichtig. „Und jetzt?“ Mira grinste. „Jetzt bekomme ich meine Belohnung.“ Aron hob eine Augenbraue. „Was verlangt die Krankenschwester?“ Mira rutschte näher zu ihm und kuschelte sich an seine Schulter. „Massage. Und eine große Kuscheleinheit.“ Er lachte leise. „Steht das wirklich im Vertrag?“ er schaurt sie liebevoll an. „Absatz vier.“ sagt sie überzeugend.

Aron zieht sie näher an sich und beginnt sanft ihre Schultern zu massieren. „Dann muss ich mich wohl daran halten.“ Sie genoss die kleine Massage nach ihrem langen Arbeitstag sichtlich. Er gibt ihr einen Kuss auf die Stirn und wandert mit seiner Hand weiter runter zu ihrem Bauch und krault sie leicht. „Eine Massage also…“ flüstert er ihr ins Ohr. „Mhmm….“ erwiedert sie, während seine Hand noch weiter runter gleitet. „… jap genau so eine Massage.“ flüsstert sie und gibt ihm einen Kuss. „Du bist so heiß als Krankenschwester“ flüstert er, woraufhin auch sie beginnt ihn zu berühren, bis beide ihr kleines Happy End erleben.

Während draußen der Frühlingsabend langsam in die Nacht übergeht und wieder Vogel zu hören sind, lagen sie einfach zusammen auf dem Sofa. „Weißt du was?“, murmelte Aron schließlich. „Hm?“ „Wenn krank sein bedeutet, von dir gepflegt zu werden…“ Mira hob sofort warnend den Finger. „Keine Absichtserkrankungen.“ Er grinste. „Schade.“ Sie lächelt, küsst seine Wange und kuschelt sich enger an ihn. „Deine persönliche Krankenschwester hat immer nur für ihren Lieblingsmann- und -patienten Bereitschaft.“