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Darmsanierung in Karlsbad

Teil 4. Der nächste Tag

Am Dienstag passierte nicht mehr viel. Wie zu erwarten ging es bald los mit dem Durchfall, das Glaubersalz zeigte seine Wirkung, die bis zum Mittag anhielt. Ich bin dann zum Mittagessen gegangen, es gab leckeren Schweinebraten mit Klöße und Salat. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, also bin ich ins Städtle gegangen. Am Abend bab es nur was kaltes.

Dann am heutigen Mittwoch stand das große Purgieren nach oben an, sowie am Nachmittag noch der obligatorische Einlauf. Gegen 7:00 Uhr kam eine Schwester in mein Zimmer und brachte mir das "Frühstück", das aus einem Teller Grießbrei bestand und eine Tasse Kräutertee. Sie meinte, ich solle alles aufessen und etwa gegen 7:30 Uhr ins Schwesternzimmer kommen. Sie verabschiedete sich dann wieder und ging aus dem Zimmer. Als ich fertig gefrühstückt hatte, bin ich kurz vor 7:30 Uhr zum Schwesternzimmer gegangen. Ich musste kurz im Wartebereich auf den Stühlen Platz nehmen, wurde aber kurz danach gleich ins Zimmer gebeten. Dort musste ich mich auf einen Stuhl setzen. Eine Schwester nahm eine größere Medizinmflasche in die Hand und Goss 30ml des roten Sirups in den Einnahmebecher. Sie reichte mir den Einnahmebecher und sagte "jetzt schnell runter damit und nicht daran riechen". Der Sirup schmeckte etwas nach Himbeere. Dann gab sie mir ein großes Glas mit Leitungswasser und sagte "Sie müssen jetzt dieses Glas und noch ein weiteres Glas mit Wasser trinken, damit das Medikament gut wirken kann". Ich trank die beiden Gläser Wasser schnell aus. Dann schickte sie mich wieder in mein Zimmer, wo ich bleiben sollte und auf die Wirkung warten. Wie genau die Medizin, also der Ipecacuanha-Sirup wirken soll, sagte sie nicht. Kaum war ich in meinem Zimmer, wurde mir unheimlich schlecht. Ich begann immer öfter Aufzustoßen, bis ich Würgen musste. Ich rannte ins Bad und musste mich dort heftig übergeben. Die Übelkeit und das Übergeben dauerte bestimmt gut 2 Stunden bis es nachließ.

Bis zum Nachmittag passierte wieder nichts. Um etwa 16:00 Uhr sollte ich mich beim Behandlungszimmer in unserem Stockwerk melden und den Einlaufbeutel mitbringen, den ich zur Aufnahme erhalten hatte. Der Beutel fasste 2 Liter und hatte am Ende eine blaue fingerdicke Kanüle mit Olive vorne daran.. Ich ging dort hin und nahm auf einem freien Stuhl Platz, den Beutel in der Hand. Vor mir warteten bestimmt 5 andere Personen. Die sind auch zum Einlauf da, sie hatten alle auch so einen Einlaufbeutel in der Hand. Ich musste bestimmt gut 30 Minuten warten, bis ich ins Behandlungszimmer gerufen wurde. Dort musste ich den Beutel der Schwester geben, meine Hose runter ziehen und mit der linken Seite auf die Liege legen. Die Schwester meinte, dass sie gleich bei mir ist. Im Hintergrund hörte ich Wasser laufen. Dann kam sie mit dem gefüllten Beutel in der Hand zurück und hängte ihn an einen Infusionsständer. Ich konnte sehen, dass der Beutel mit etwa 1,5 Liter gefüllt war. Die Schwester zog sich Einmalhandschuhe an, nahm die Kanüle vom Beutel in die Hand, spreizte meine Pobacken und schob mir die Kanüle in den After. Ich musste den Mund öffnen während sie die Schlauchklemme vom Beutel öffnete. Da merkte ich auch schon, wie es in meinem Bauch anfing zu blubbern. Als ich sie fragte, ob das normales Leitungswasser ist, sagte sie "Nein, das ist konzentrierte Glaubersalz Lösung 20g auf 1,5 Liter". Als etwa die Hälfte eingelaufen war, musste ich mich auf die rechte Seite drehen. Da war der Beutel auch schon leer, die Schwester zog die Kanüle aus meinen After und ich konnte meine Hose wieder hochziehen. Dann schickte mich die Schwester auf den Gang, wo ich vor den Toiletten auf und ab gehen sollte, während ich den Einlauf mindestens 5 Minuten einhalten musste. Zuerst drückte es nur unheimlich im Bauch, aber dann kam plötzlich ein starker Stuhldrang dazu. Mir fiel es immer schwerer, den Einlauf zu halten. Ich beobachtete eine jüngere Frau, wie sie ihre Hand an den Po presste und zur Toilette rannte. Auch ich konnte es nun nicht mehr aushalten und rannte zum Klo.

Der Abend verlief dann ohne Probleme, das Abendessen war wieder wie am Abend davor kalt.

Fortsetzung folgt ......