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Die Intim - Operation

Kapitel 4 Das Therapiegespräch

Die Tage bis zum Therapeuten Termin vergehen recht zügig. Der Alltag hat mich schnell wieder im Griff. Wirklich viel versprechen, tue ich mir von dem Termin inzwischen nicht mehr. Ich werde die Operation durchziehen, egal, was der Therapeut sagt, und meine Eltern wollen mich ja unterstützen.

Als ich am Empfangstresen der Praxis stehe, bin ich doch ein wenig aufgeregt. Nach dem ich meinen Namen genannt habe und die Versichertenkarte gescannt wurde, soll ich mich noch kurz ins Wartezimmer setzten. Aus dem kurz wird dann doch eine Dreiviertelstunde, aber endlich wird mein Name aufgerufen und ich darf in einen gemütlich eingerichteten Raum auf einem bequemen Sessel platz nehmen. Diesmal muss ich auch nicht lange warten und eine sympathisch wirkende Frau mittleren Alters betritt den Raum: „Hallo, Irene Traud mein Name. Was führt sie zu mir?“ Ich fühle mich unwohl über mein intimstes zu sprechen, allerdings habe ich in letzter Zeit mit so vielen darüber gesprochen, dass es jetzt darauf auch nicht mehr darauf ankommt. „Hallo, also ich war mit so einem kleinen Problem letztens bei meinem Frauenarzt und der meinte, dass ich mich darüber mal mit Ihnen unterhalten soll.“ Frau Traud lächelt mich verständnisvoll an, für sie scheint es ganz normal zu sein, sich über solche Themen zu unterhalten: „Was für ein Problem haben Sie?“ „Also ich habe wirklich gigantische Schamlippen, was mich sehr belastet. Ich fühle mich damit einfach nur ekelig, traue mich nicht mit einem Mann intim zu werden. Es belastet mich einfach und ich werde mir von Ihnen auch nicht ausreden lassen, die Operation durchführen zu lassen.“ Die Therapeutin schaut mich freundlich und verständnisvoll an: „Ich möchte Ihnen nichts ausreden. Das, was mir wichtig ist, ist dass Sie sich in ihrer Entscheidung sicher sind und diese nicht aus den falschen Gründen tun.“ Ich bin erleichtert, dass mich die Therapeutin zu nichts überreden will und mich auch nicht verurteilt: „Ich beschäftige mich seit Jahren mit dieser Operation, da ich seit Jahren leide. Ich kenne die Risiken, die sind mir bewusst und dennoch werde ich die OP machen lassen.“ „Ich habe hier durchaus öfters jemanden sitzen, der Probleme mit dem Äußeren ihrer Genitalien haben, häufig sind meine Klienten durch andere dahingehend beeinflusst worden. Ich würde gerne auf die Gründe ihres Missempfindens eingehen. Wie fing das Ganze an?“ „Eine Beeinfluss durch andere ist ausgeschlossen. Mich hat noch kein Mann nackt gesehen und ich bin mit auch noch mit niemanden intim geworden. Bei ärztlichen Untersuchungen wurde mir immer gesagt, dass ich normal entwickelt sei.“ „Sie scheinen diese Operation unbedingt zu wollen und wie gesagt, es liegt mir fern Ihnen diese auszureden. Ich bitte Sie nur, falls es nach der Operation nicht besser wird, dass Sie dann wieder zu mir kommen.“ „Das mache ich gerne, ich bin mir aber sicher, dass die OP meine Probleme lösen wird.“ „Ich drücke Ihnen die Daumen.“

Kurze Zeit später bin ich wieder aus der Praxis raus. Im Großen und Ganzen war es ein recht angenehmes Gespräch, auch wenn es mir am Anfang etwas peinlich war mit einer Fremden über das Thema zu sprechen, aber die Therapeutin war nett und verständnisvoll.

Am Abend berichte ich meiner Mutter über den Termin: „Du Mami, ich hatte ja heute den Termin bei der Therapeutin.“ „Stimmt, wir war es?“ „Alles gut, die Therapeutin war nett. Sie wollte mir die Operation auch gar nicht ausreden. Ihr war nur wichtig, dass ich mich nicht durch jemand anderes beeinflussen lasse und falls es nach der OP nicht besser wird, mich wieder bei ihr melde.“ „Dann steht der Operation ja nichts mehr im Weg. Ich bin zwar nicht begeistert, werde dich aber unterstützen.“ „Danke Mama. Das ist mir wirklich wichtig.“