Die Intim - Operation
Kapitel 3 Der Untersuch
Am nächsten Morgen wache ich früh auf. Mir ist vor Nervosität übel. Ein wenig Zeit habe ich noch, bis ich losmuss. Im Bad dusche ich nochmal. In der Küche sitzt meine Mutter am Tisch. „Guten Morgen mein Schatz, wie geht es dir?“ „Ich bin ziemlich nervös, freue mich aber, dass es voran geht.“ „So schlimm ist die Untersuchung nicht und es wird nichts passieren, was du nicht willst.“ „Ich weiß. Die Situation ist nur einfach belastend.“ „Mach dir keine Sorgen. Wir sind für dich da.“ Ich fühle mich nach dem Gespräch ein wenig besser. „Du Mami, könntest du mitkomme?“ Ich weiß nicht genau, warum ich das gefragt habe, aber meine Mutter gibt mir Sicherheit. „Na klar. Kein Problem. Dann lass uns auch gleich auf den Weg machen, damit wir nicht zu spät kommen.“
Mit dem Auto brauchen wir nicht lange. Wenig später stehen wir am Tresen der Arztpraxis und werden nach dem Erledigen der Formalität ins Wartezimmer gebeten. Dort müssen wir nicht lange warten und wir werden in ein Besprechungszimmer gebeten. In dem Raum steht nur ein Schreibtisch mit Computer, ein Stuhl für die Ärztin und zwei Stühle für die Patienten. In dem Raum gibt es allerdings noch eine weitere Tür mit der Aufschrift „Untersuchung“, dahinter befindet sich wahrscheinlich der Untersuchungsraum. Nach einigen Minuten des stillen und gespannten Wartens, wird an der Tür geklopft und eine ältere, grauhaarige Frau betritt den Raum: „Guten Morgen.“ Die Ärztin wendet sich erst an meine Mutter: „Heute mal mit ihrer Tochter hier? Wir hatten gestern ja kurz telefoniert.“ „Ja, vielen Dank, dass das so schnell geklappt hat. Meine Tochter möchte da gerne mit Ihnen etwas besprechen.“ Nun gibt die Ärztin mir die Hand: „Guten Morgen, ich bin Frau Doktor Süßkind. Soll Ihre Mutter bei dem Gespräch dabei sein?“ „Ja, bitte.“ „Was kann ich denn für Sie tun?“ „Also, ich habe da ziemliche Probleme mit meinen Schamlippen. Die sind einfach viel zu riesig.“ „Ok, welche Beschwerden haben Sie denn?“ „Ich ekel mich einfach vor den Fleischlappen. Ich bin deswegen total unsicher.“ „Wie sieht es den beim Sport aus oder beim Geschlechtsverehr, haben Sie da Schmerzen?“ „Beim Sport nicht. Beim Sex weiß ich es nicht. Ich hatte bisher noch keinen, da mir meine körperliche Situation zu unangenehm ist.“ „Alles klar, haben Sie schonmal Schwellungen oder Entzündungen an den Labien gehabt?“ „Nein.“ „Wie sieht es mit Blasenentzündungen aus?“ „Bisher auch noch nicht.“ „Gut. Waren Sie mit Ihren Beschwerden schonmal bei einem anderen Frauenarzt?“ „Nein, das ist mein erster Frauenarztbesuch.“ „Gut. Ich würde Vorschlagen, wir machen einmal eine komplette Untersuchung, um Ihren gesamten körperlichen Status zu erfassen. Zu der Untersuchung gehört auch eine Inspektion des äußeren Genitals, da werde ich mir die Labien genau anschauen. Sind Sie damit einverstanden?“ „Ja, das ist in Ordnung.“ „Gut, dann bräuchte ich von Ihnen zuerst noch eine Urinprobe.“ Doktor Süßkind gibt mir ein kleinen Plastikbecher und beschriftet diesen mit meinem Namen: „Damit einmal auf die Toilette. Den Becher können Sie dann in die dafür gedachtet Klappe stellen. Das ist aber auch alles ausgeschildert. Danach kommen Sie einfach wieder her. Wir warten so lange.“
Ich verlasse das Besprechungszimmer und gehe zur Toilette. In der Kabine beeile ich mich den Becher zu füllen. Zum Glück habe ich genug getrunken, sodass pinkeln kann. Den vollen Becher stelle ich in die entsprechend beschriftete Klappe.
Kurz später kehre ich in den Besprechungsraum zurück: „Hat alles geklappt?“ „Ja, der volle Becher steht in der Klappe.“ „Gut. Das Labor wird den Urin analysieren. Dann würde ich sagen, gehen wir nach nebenan und beginnen mit der Untersuchung.“ Die Ärztin steht auf und öffnet die Tür mit der Aufschrift „Untersuchung“. Dahinter befindet sich, wie vermutet, der Untersuchungsraum mit einer Untersuchungsliege, einem Ultraschallgerät und auch einem Gynäkologenstuhl. Ich stehe auf und folge der Ärztin. Zu meinem Schrecken bleibt meine Mutter im Besprechungszimmer sitzen: „Mami, könntest du mitkommen?“ „Na klar, Schatz.“ Es ist mir zwar unangenehm mich vor meiner Mutter nackig zu machen, aber ich bin so nervös, dass ich befürchte die Untersuchung sonst nicht durchzustehen und meine Mutter gibt eine Menge Sicherheit. „Setzen Sie sich einmal auf die Untersuchungsliege. Ich werde einmal Ihren Blutdruck messen.“
Es fängt harmlos an. Die Ärztin misst mit der Manschette meinen Blutdruck und fühlt meinen Puls. „Ein wenig beschleunigter Puls, aber sonst ist alles in Ordnung. Dann bitte auf den Rückenlegen und den Bauch freimachen und den Knopf der Hose öffnen. Ich taste den Bauch ab und mache einen Ultraschall.“
Ich ziehe meinen Pullover bis über meine Rippen hoch und öffne den Knopf meiner Hose. Die Ärztin mustert mich: „Sportlich schauen Sie aus. Wie groß sind Sie und wie viel wiegen Sie?“ „Einmeterzweiundsiebzig und Fünfundsechzig Kilo.“ „Das ist in Ordnung. Ich beginne mit dem Abtasten, wenn Ihnen etwas wehtut, bitte sofort was sagen.“
Die Ärztin tastet jeden Zentimeter meines Bauches ab. Schmerzen habe ich dabei nicht. Ich zucke nur kurz zusammen, als sie knapp über den Bund meiner Unterhose in meinen Bauch drückt, aber nicht aus Schmerz, sondern weil ich kurz befürchtet hatte, dass sie mein Intimbereich abtasteten, wird. Die Ärztin lächelt verständnisvoll: „Machen Sie sich keine Sorgen. Ich taste erstmal nur den Bauch ab.“
Mit der Untersuchung des Bauches ist sie fertig: „Ich werde jetzt einen Ultraschall vom Bauch machen. Das kennen Sie wahrscheinlich.“ Ich nicke zustimmend. In meinen Hosenbund steckt sie einige Papiertücher, damit das Gleitgel meine Hose nicht einsaut. Aus einer Flasche drückt sie etwas Gleitgel auf meinen Bauch. Es ist kalt. Mit den Ultraschallkopf fährt sie von oben nach unten meine Bauchorgane ab. Einige Minuten ist sie damit beschäftig. Dann drückt sie mir ein Haufen Papiertücher in die Hand und meint, dass ich das Gleitgel abwischen kann. Ich mache mir den Bauch sauber, während die Ärztin die Ergebnisse der Untersuchung erläutert: „Ich konnte nichts Auffälliges erkennen. Keine Zysten, keine freie Flüssigkeit. Es ist alles so, wie es bei einer jungen und gesunden Frau sein sollte. Als nächstes steht die Brustuntersuchung an. Dafür bitte Pullover, Unterhemd und BH ausziehen.“
Jetzt geht es also los. Sehr nervös ziehe ich mir meinen Pullover über den Kopf, das gleiche mit meinem Unterhemd. Beim Ausziehen des BHs habe ich etwas Mühe, da meine Finger vor Aufregung zittern. Kurz später sitze ich aber mit freie, Oberkörper vor der Ärztin. Meine Mutter hat sich einen Platz im Hintergrund gesucht und schaut dem ganzen interessiert, aber zurückhaltend zu. „Bitte die Hände einmal in die Seite stemmen und nach vorne beugen.“ Ich mache, wie die Ärztin sagt, diese mustert meine Brüste. „Gut, bitte wieder aufrecht hinsetzten und die eine Hand über den Kopf nehmen. Ich beginne jetzt mit dem Abtasten.“ Ich mache auch dies. Die Ärztin beginnt mit kreisenden Bewegungen meine Brust abzutasten, dabei beginnt sie bei meiner Brustwarze und arbeitet sich ringförmig weiter nach außen vor. Zum Schluss tastet sie noch die Lymphknoten in meinen Achseln ab. Das gleiche macht sie auf der anderen Seite auch. Das Ganze dauert nur einige Minuten: „So das war es schon. Sie sollten ihre Brüste einmal im Monat selbst abtasten. Dabei fahren Sie mit leichtem Druck kreisförmig mit ihren Fingerspitzen von außen nach innen und achten auf Knoten oder Verhärtungen. Ihre Brüste scheinen aber gesund zu sein. Sie dürfen sich wieder anziehen.“
Ich beeile mich mir meinen BH, mein Unterhemd und meinen Pullover wieder anzuziehen. Es war mir doch recht unangenehm mich von einer Fremden an die Brüste fassen zu lassen. Die Ärztin wartet geduldig, bis ich wieder alle meine Klamotten anhabe.
„Als nächstes steht die Untersuchung Ihres Genitals an. Bitte machen sie sich hinter dem Paravent untenrum frei.“ Mir war durchaus bewusst, dass ich mich untenrum entblößen muss, doch jetzt, wo es so weit ist, bin ich schon sehr nervös. Aber ich bin festentschlossen die Schamlippen – OP durchführen zu lassen und der Untersuch ist dafür halt notwendig. Ich gehe hinter den Sichtschutz und ziehe mir erst die Schuhe aus, da ich sonst nicht aus meiner Hose komme, danach ziehe ich die Hose aus und zum Schluss meine Unterhose. Bevor ich hinter dem Sichtschutz hervortrete, ziehe ich meinen Pullover noch so weit es geht nach unten. So ist mein Intimbereich zu mindestens noch bis zum Untersuchungsstuhl bedeckt. Mit unsicheren Schritten trete ich hervor. Die Ärztin hat schon einige Instrumente zurechtgelegt: „Sie dürfen auf dem Untersuchungsstuhl Platz nehmen.“ Ich setze mich auf den Stuhl. Es einer der Stühle, die man elektrisch verstellen kann, sodass er aktuell noch, wie ein recht normaler Stuhl wirkt. „Bitte einmal die Füße auf die Fußstützen stellen. Ich werde Sie jetzt in die Untersuchungsposition bringen. Das ist vielleicht ein wenig ungewohnt für Sie. Entspannen Sie sich, soweit es geht.“ Mit einem Pedal setzt die Ärztin den Stuhl in Bewegung. Ich werde nach hinten gekippt und meine Beine werden nach oben gefahren. Am Ende liege ich fasst und meine Beine sind angewinkelt gespreizt. Es ist ein sehr eigenartiges Gefühl. Irgendwie unangenehm, zumal die Ärztin nun einen freien Blick auf meine Intimregion hat. „Ich werde mit der Untersuchung des äußeren Genitals anfangen. Ich werde Sie berühren und abtasten. Falls Sie Schmerzen verspüren, sagen Sie bescheid.“
Ich spüre, wie die Ärztin mit ihrer behandschuhten Hand meine Äußeren Schamlippen spreizt. Es fühlt sich sehr eigenartig an. Ein Gefühl, welches ich nicht kenne, da mich noch niemand da unten berührt hat. Ich spüre einen leichten Druck an den Äußeren Schamlippen. „An den Äußeren Labien kann ich keine Veränderungen feststellen. Ich schaue mir nun Klitoris und Innere Labien an.“ Die Untersuchung der Klitoris empfinde ich als ein wenig unangenehm. Die Reißüberflutung, als die Ärztin meinen Kitzler unter dem Vorhäutchen hervorschieb und ihn dabei zwangsweise berührt, verursacht ein unangenehmes Kitzeln. „An der Klitoris sind keine Adhäsionen erkennbar.“ Meine Inneren Schamlippen werden betastet. „Die Inneren Schamlippen sind unauffällig.“ Ich unterbreche die Ärztin: „Die sind aber viel zu lang!“ „Die Inneren Labien sind normal entwickelt. Zwar sind diese stärker ausgeprägt, aber alles im normalen Bereich.“ „Nein, ich kenne sonst niemanden, der so riesige Lippen hat. Mama, die sind nicht normal…“ Ich fange an zu weinen, meine Mutter versucht mich zu beruhigen: „Schatz, bleib ruhig. Lass die Ärztin erstmal die Untersuchung beenden und dann reden wir darüber.“ „Nein, schau dir das doch da unten an, dieser Fleischsalat kann nicht normal sein. Bitte schau.“ Meine Mutter zögert: „Mama, bitte schau.“ Nun setzt sich meine Mutter doch in Bewegung. Mir laufen Tränen über die Wangen. Meine Mutter schaut der Ärztin über die Schulter und begutachtet mein Intimbereich: „Schatz, das sieht alles völlig normal aus.“ „Nein…“. Ich kann den Heulkrampf nicht zurückhalten. Doktor Süßkind steht auf und reicht mir ein Taschentuch. Sie drückt mir die Schulter: „Ich sehe, dass Sie da etwas belastet. Nur körperlich sind Sie normal entwickelt. Lassen Sie uns nach der Untersuchung darüber sprechen. Ich werde Sie nicht alleinstehen lassen.“ „Die sind nicht normal entwickelt.“ „Wollen wir die Untersuchung abbrechen?“ Ich atme ein paar Mal tief durch. „Nein, jetzt ziehen wir das auch durch. Machen Sie weiter.“ Meine Mutter will gerade wieder hinter den Untersuchungsstuhl treten: „Mama, kannst du da stehen bleiben und schauen? Falls dir doch klar wird, dass ich da unten nicht normal sind sage bescheid.“ „Na gut, Schatz.“ Frau Doktor setzte die Untersuchung fort. Meine Pobacken werden gespreizt: „Die Analregion ist auch unauffällig. Ich werde jetzt mit der Spekulum Untersuchung fortfahren.“ Die Ärztin sucht sich ein passendes Spekulum: „Erschrecke Sie bitte nicht, das kann jetzt ein wenig kalt und unangenehm werden, wehtun wird es allerdings nicht.“
Ich warte gespannt darauf, dass das Spekulum eingeführt wird. Zuerst spüre ich, wie meine Schamlippen gespreizt werden, kurz darauf spüre ich etwas Kaltes, metallische an meine Vulva. Es drückt leicht und ist kalt, tut aber tatsächlich nicht weh. „Ich werde das Spekulum jetzt öffnen.“ Der Druck steigert sich ein wenig, als die Blätter des Spekulums geöffnet werden, Schmerzen habe ich nach wie vor nicht. Es fühlt sich eher interessant an. Ich konzentriere mich auf das Gefühl, bis die Ärztin meine Gedanken unterbricht: „Optisch kann ich nichts Auffälliges erkennen. Ich werde jetzt noch einige Abstriche machen.“ Kurz später spüre ich in mir ein leicht kratzendes Gefühl. Es ist nicht schmerzhaft, aber auch nicht angenehm. Kurz später ist die Gynäkologin mit den Abstrichen fertig: „Ich werde das Spekulum jetzt wieder entfernen.“ Kurz höre ich ein metallisches Klimpern, der Druck in meiner Scheide lässt nach, ich spüre, wie das Spekulum wieder rausgezogen wird. „Als nächstes werde ich die Bimanuelle – Tastuntersuchung durchführen. Dafür werde ich zwei Finger in Sie einführen und über Ihren Bauch ihre Gebärmutter und ihre Eilleiter untersuchen.“ Die Frauenärztin stellt sich hin und sucht mit ihrem Zeige- und Mittelfinger ihrer rechten Hand den Eingang zu meiner Vagina. Mit sanftem Druck dringt sie in mich ein. Mit ihrer linken Hand drückt sie an verschiedenen Punkten auf meinen Bauch. „Haben Sie Schmerzen?“ „Nein.“ Ich konzentriere mich wieder auf das Gefühl der Untersuchung. Die Bewegungen der Finger und der Druck auf meinen Bauch, fühlen sich deutlich sonderbarer an als das Spekulum. Es tut nicht weh, es ist nur sehr eigenartig, insbesondere die Bewegungen. Die Untersuchung dauert nicht lange nach einigen Minuten ist die Ärztin schon fertig und entfernt ihre Finger wieder aus meiner Vagina. „Auch bei dieser Untersuchung konnte ich nicht keine Auffälligkeiten feststellen. Als nächste steht die Rekto-Vaginale Untersuchung an. Dafür werde ich einen Finger in ihre Vagina und einen in ihren Anus einführen. Das kann ein wenig unangenehm werden.“ Da die bisherige Untersuchung recht harmlos war, habe ich auch vor dieser Untersuchung keine Angst, auch, wenn es ein befremdlicher Gedanke ist, dass mir jemand den Finger in den Hintern stecken wird. Frau Doktor Süßkind beschmiert ihren Mittelfinger mit etwas Gleitgel. Kurz später spüre ich etwas an meinem Anus, dann noch etwas an meiner Vagina. Es wird Druck auf meinen Schließmuskel ausgeübt, als dieser den Druck nachgibt, entweicht mir ein kleines „Uff“. Es tut zwar nicht wirklich weh, ist aber doch unangenehm. Den Finger, der mir in die Vagina geschoben wird, nehme ich fast gar nicht war. Die Bewegungen in meinem Anus empfinde ich doch, als unkomfortabel. Zum Glück dauert auch diese Untersuchung nicht allzu lange. Zuerst wird der Finger aus meiner Vagina entfernt. Der Finger in meinem Anus verbleibt dort noch und tastet meinen Enddarm rundherum aus und wird dann auch entfernt. „Das war es schon. Wir sind fertig. Sie dürfen vom Stuhl steigen und sich wieder anziehen. Wir treffen uns gleich im Besprechungszimmer wieder.“
Ich klettere vom Gynäkologenstuhl runter und verschwinde hinter dem Sichtschutz, um mich wieder anzuziehen. Meine Mutter und die Gynäkologin gehen in der Zwischenzeit wieder in das Besprechungszimmer. Bis auf meinen kleinen Zusammenbruch war die Untersuchung nicht schlimm. Nur die Rektale Untersuchung war etwas unangenehm. Ich brauche nicht lange und begebe mich auch wieder in das Besprechungszimmer und nehme Platz.
Die Ärztin lächelt mich an: „Ich kann ihn sagen, dass Sie eine gesunde junge Frau sind. Organisch ist bei Ihnen alles in Ordnung. Haben Sie Fragen zur Untersuchung?“ Ich atme tief durch, am liebsten würde ich wieder weinen. Irgendwie muss ich es schaffen, dass Frau Doktor Süßkind die Schamlippenkorrektur befürwortet. Gezwungen ruhig antworte ich: „Zur Untersuchung an sich nicht, es war stellenweise zwar ein bisschen unangenehm, aber nicht weiter schlimm. Nur Sie haben ja schon während der Untersuchung gesagt, dass sie der Meinung sind, dass meine Schamlippen normal sind, das kann ich nicht akzeptieren. Irgendetwas muss da geschehen.“ „Richtig, körperlich sind Sie völlig normal entwickelt. Auch Ihre Labien sind normal entwickelt, auch wenn diese etwas stärker ausgeprägt sind, was aber bei vielen Frauen der Fall ist.“ Ich kämpfe wieder mit den Tränen: „Aber ich sehe das nicht so. Ich kann so nicht weiter machen. Zur Not schneide ich mir die selbst ab.“ „Ich sehe allerdings auch, dass Sie das psychisch stark belastet. Letztendlich sind Sie volljährig und können selbst entscheiden, ob Sie sich einer Schamlippenverkleinerung unterziehen wollen. Grundsätzlich stehe ich unnötigen Operationen kritisch gegenüber, dennoch möchte ich Sie ungerne so nach Hause schicken und bin da auch der Meinung, dass etwas passieren muss. Meine Ansicht nach haben Sie zwei Optionen. Zum einen können Sie sich in eine Therapie begeben und dort die Ursachen für Ihre Unsicherheit aufarbeiten oder Sie unterziehen sich einer Schamlippenverkleinerung. Falls Sie sich für die Operation entscheiden sollten, seien sich aber auch der Risiken und Konsequenzen bewusst. Es kann zu Infektionen kommen und letztendlich verlieren Sie auch an hochsensiblen Geweben. Und egal was Sie machen, suchen Sie sich jemanden, der sein Handwerk versteht.“ Ich denke kurz über das Gesagte nach: „Ich glaube eine Therapie hilft mir nicht. Ich werde das operieren lassen, ich werde da schon einen Weg finden.“ „Ich gebe Ihnen einen Kontakt für einen plastischen Chirurgen mit, mit diesem Arbeite ich schon länger zusammen, meistens bei Rekonstruktionen bei Unfällen oder Krankheiten. Zusätzlich gebe ich Ihnen aber auch den Kontakt eines Psychologen mit. Denken Sie nochmal über alles nach und treffen Sie keine übereilte Entscheidung.“ „Okay. Ich denke nochmal nach und danke für die Kontakte.“
Meine Mutter und ich verlassen die Praxis. Ich bin ein wenig nachdenklich, auch wenn ich die Operation immer noch unbedingt durchführen lassen will. Meine Mutter fängt mit mir ein Gespräch an: „Schatz, ich will dir nur sagen, dass du eine wunderschöne junge Frau bist. Auch untenrum siehst du wirklich hübsch aus. Dich scheint dein Erscheinungsbild da unten aber wirklich zu belasten und ich möchte nicht, dass du eine schlechte Entscheidung triffst, daher würde ich vorschlagen, dass wir ein Termin beim Chirurgen machen. Zusätzlich möchte ich aber, dass du dich zu mindestens einmal mit dem Therapeuten unterhältst. Über das Finanzielle brauchst du dir keine Gedanken machen.“ Ich bin überrascht von dem Einlenken meiner Mutter, finde ihren Vorschlag aber vernünftig. „Danke Mami, das hört sich vernünftig an. Es kann nicht schaden sich mal mit einem Profi darüber zu unterhalten.“
Am nächsten Tag bemühe ich mich um Termine beim Chirurgen und beim Therapeuten. Beim Therapeuten kriege ich nächste Woche einen Termin, beim Chirurgen eine Woche später. Ich bin froh, dass meine Eltern mich unterstützen, obwohl sie mein Problem nicht richtig erkennen.