Nathalie & Niklas das Rollenspiel
Das Rollenspiel Teil 4
Die grüne Zackenlinie auf dem EKG-Monitor tanzte im Takt von Nathalies Herzschlag, und das leise Piepen füllte den Raum mit einer trügerischen Normalität. Niklas stand vor ihr, die Hände auf den Hüften, und wartete auf ihren Einsatz.
Sein Grinsen war verschwunden, ersetzt durch einen Ausdruck angespannter Erwartung. Er war gespannt, wie Nathalie ihre Rolle annehmen würde.
Nathalie sah ihn an, ihre Augen weiteten sich leicht. Ein feines Zittern ging durch ihren Körper, als ob sie bereits spürte, was kommen würde. Sie öffnete den Mund, ihre Stimme war schwach, kaum mehr als ein Hauch. „Niklas… ich fühle mich nicht so gut…“
Und dann geschah es.
Ohne Vorwarnung, ohne weiteres Zucken, fielen ihre Augenlider schwer, und ihr Kopf kippte leicht zur Seite. Ihr Körper wurde schlaff und sank plötzlich, aber kontrolliert, auf die Liege zurück. Ihre Arme fielen seitlich herab, die Kabel der EKG-Elektroden spannten sich leicht. Sie lag da, regungslos, nur die leichte Bewegung ihres Brustkorbs durch das Atmen verriet, dass sie noch lebte.
Niklas war wie vom Blitz getroffen.
Er brauchte drei volle Sekunden, um sich zu fangen. Die Realität des Spiels prallte auf ihn ein, so überzeugend spielte sie ihre Rolle. Ein kurzer Schock fuhr ihm durch die Glieder.
„Hallo, Nathalie!“, rief er, seine Stimme überschlug sich fast. Er beugte sich über sie und schüttelte sie sanft an der Schulter. „Nathalie, hörst du mich?“
Keine Reaktion. Ihr Gesicht blieb blass und ausdruckslos.
Niklas reagierte instinktiv. Er nahm sein rotes Kardiologie-Stethoskop, das noch neben ihm lag, und steckte es sich hastig in die Ohren. Er setzte die Membran auf ihren Brustkorb, genau dort, wo er vorhin ihr Herz abgehört hatte. Er lauschte, lauschte angestrengt, seine Atmung flach.
Stille. Nur sein eigenes, rasendes Herz pochte in seinen Ohren.
„Verdammt! Kein Herzschlag!“, murmelte er, seine Stimme war erfüllt von gespielter Panik. Er riss das Stethoskop von den Ohren und ließ es fallen. Seine Augen schossen zum Defibrillator.
Er griff nach den Paddles. Sie waren schwer und kalt, die schwarzen Griffe fühlten sich massiv in seinen Händen an. Er drehte die Tube mit dem Leitgel auf, die er auf dem Tisch bereitgelegt hatte, und drückte eine große Menge davon auf die Fläche des ersten Paddles. Das Gel quoll heraus, zäh und durchsichtig, bildete einen dicken Klecks, der langsam über die Oberfläche floss. Es war fast wie Honig, so zähflüssig war es durch die Kühlung geworden.
Er rieb die beiden Paddles aneinander, verteilte das Gel gleichmäßig auf beiden Flächen. Ein eigenartiges, schmatzendes Geräusch entstand, als das klebrige Gel über das Plastik glitt.
Plötzlich erfüllte ein tiefes, brummendes Geräusch den Raum. Es klang, als würde sich irgendwo in den Tiefen des Geräts ein mächtiger Strom aufladen, ein hohes Fiepen mischte sich darunter, das immer schneller und intensiver wurde. Nathalie riss kurz die Augen auf, ein Hauch von Schrecken huschte über ihr Gesicht.
„Alles gut, alles gut!“, sagte Niklas schnell, ein kurzes, beruhigendes Lächeln huschte über sein Gesicht. „Ist nur die Bluetooth-Box. Soundeffekte, damit es echter wirkt.“
Nathalie schloss die Augen wieder, ihre Miene entspannte sich ein wenig. Sie vertraute ihm, auch wenn die Geräusche beängstigend realistisch waren.
Niklas hatte nun eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und aufregender Nervosität in sich. Er hob die Paddles an. Die kalte, gelbeschmierte Fläche des ersten Paddles setzte er mit einem hörbaren Klatsch auf die linke Seite ihrer Brust, direkt auf den cremefarbenen BH. Das kalte Gel breitete sich sofort aus, drang durch den feinen Stoff und traf ihre Haut. Nathalie zuckte merklich zusammen, ein lautes, unwillkürliches „Warrhh!“ entwich ihren Lippen, als die Kälte sie durchfuhr. Der Aufprall drückte ihre Brust unter dem BH nach oben, formte sie neu, und das Gel quoll an den Rändern der Paddles hervor.
Er presste die Paddles fest auf ihren Brustkorb, die Muskeln in seinen Armen spannten sich an. Das Gel quoll weiter hervor, bedeckte nun größere Teile ihres Dekolletés und tropfte sogar leicht auf den Stoff ihres BHs. Ihre Oberweite wurde von den fest aufgedrückten Paddles sichtlich nach oben geschoben und leicht verformt.
„Clear!“, rief Niklas laut, genau wie in einem echten Notfall. Er drückte den Knopf an einem der Paddles.
Ein ohrenbetäubender Bzzzzzztt-Sound, gefolgt von einem kurzen, knackenden Knall, dröhnte aus der Bluetooth-Box. Gleichzeitig schlug die grüne Linie auf dem EKG-Monitor wild aus, bevor sie wieder in eine flache Linie zurückfiel – der simulierte Stromschlag.
Nathalie spielte ihre Rolle phänomenal. Im selben Moment, als der Schock ertönte, drückte sie sich mit aller Kraft von der Liege ab. Ihr Oberkörper schnellte nach oben, ihre Arme zuckten, ihr Kopf riss nach hinten. Ihre Augen waren weit aufgerissen, voller gespieltem Schmerz und Überraschung. Das Gel auf ihrem Dekolleté spritzte leicht, und ihr BH spannte sich bis zum Äußersten, während sie sich von der Liege abstieß. Es war ein Anblick für die Götter, wie sie diese Rolle so überzeugend darstellte. Niklas war völlig hin und weg, seine Augen weiteten sich vor ungläubiger Bewunderung.
Dann, ebenso schnell, ließ sie sich wieder schlaff auf die Massageliege fallen. Ihre Brust hob und senkte sich keuchend, aber sie blieb regungslos.
„Fantastisch!“, murmelte Niklas, seine Stimme rau vor Begeisterung. Er sah sie an, sein Blick fixierte ihr Gesicht, das noch immer den Ausdruck des Schocks trug. Die Faszination in seinen Augen war unverkennbar.
Er drückte erneut auf den Ladeknopf des Defibrillators, und das tiefe Brummen, gefolgt vom hohen Fiepen, ertönte wieder aus der Bluetooth-Box. Er schmierte die Paddles erneut großzügig ein, denn ein Großteil des Gels war beim ersten Schock von Nathalies Bewegung verteilt worden. Ihr Dekolleté war bereits komplett mit Gel verschmiert, das sich in kleinen Bächen über ihre Haut und den cremefarbenen Stoff ihres BHs verteilte, der nun glänzte und feucht war.
Mit einem tiefen Atemzug hob Niklas die Paddles erneut an. Er setzte sie wieder fest auf ihre Oberweite, drückte sie mit derselben Intensität auf ihre Brust. Das kalte Gel traf erneut auf ihre Haut, ein neuer Schauer lief ihr über den Rücken. Ihre Oberweite wurde wieder nach oben gepresst, die Haut spannte sich, und das Gel quoll an den Rändern hervor.
„Clear!“, rief er wieder, seine Stimme bebte leicht. Er löste den Sound aus, und das laute Bzzzzzztt hallte erneut durch den Raum.
Und wieder erhob sich Nathalie, ihr Körper schnellte nach oben, ihre Augen weit aufgerissen, als würde sie tatsächlich von einem elektrischen Schlag getroffen. Das Spiel war intensiver, als er es sich je hätte vorstellen können.