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Nathalie & Niklas das Rollenspiel

Das Rollenspiel Teil 2

Niklas griff nach dem Kardiologie-Stethoskop. Das kräftige Feuerrot des Schlauchs bildete einen fast aggressiven Kontrast zu seinem weißen Hemd.

Die schwere, doppelkopfgeformte Brustmembran aus gebürstetem Edelstahl lag kühl in seiner Handfläche, während er sich die Oliven in die Ohren steckte. Die Welt um ihn herum verstummte augenblicklich; er hörte nur noch sein eigenes, hämmerndes Blut in den Schläfen.

Nathalie beobachtete jede seiner Bewegungen. Ihr Blick war eine Mischung aus Neugier und einer wachsenden, prickelnden Skepsis.

„Magst du bitte deinen Pullover ausziehen?“, fragte er, seine Stimme kaum mehr als ein vorsichtiges Flüstern, als würde ein lautes Wort die zerbrechliche Spannung im Raum zerstören.

Nathalie hielt kurz inne. Ihre Augen fixierten die roten Schläuche des Stethoskops, dann atmete sie tief aus – ein langer, zittriger Schauer, der ihren ganzen Körper durchlief. „Ja... klar“, sagte sie leise.

Sie stand von der Liege auf. Niklas hielt unbewusst den Atem an, als sie mit beiden Händen den Saum des grünen Strickpullovers griff. Langsam, fast wie in Zeitlupe, zog sie ihn über ihren Kopf. Das Rascheln des Stoffes und das leise Knistern statischer Aufladung waren die einzigen Geräusche im Raum. Als sie den Pullover beiseite legte, offenbarte sie ihren Oberkörper.

Der cremefarbene Marken-BH war ein Meisterwerk der Passform; die Schalen umschlossen ihre volle Brust perfekt, während der feine Stoff der Cup-D-Wölbung kaum standhalten konnte. Ihre Haut wirkte im fahlen Licht des Wohnzimmers wie Alabaster, zart und warm.

Niklas spürte einen trockenen Kloß im Hals. Er musste blinzeln, um sich zu konzentrieren. Nathalie setzte sich wieder auf die Liege, doch er hob die Hand. „Bitte stehen bleiben, Nathalie.“

„Okay“, erwiderte sie und erhob sich erneut, die Arme leicht angewinkelt, während sie ihn erwartungsvoll ansah.

Die Auskultation

Niklas trat einen Schritt näher. Er konnte nun die Wärme riechen, die von ihrem Körper ausging – eine Mischung aus ihrem Parfüm und der natürlichen Note ihrer Haut. Er hob die schwere Membran des Stethoskops.

„Ich werde jetzt dein Herz abhören. Es kann sein, dass es sich etwas kalt anfühlt“, kündigte er an.

Als er das Metall zum ersten Mal knapp unter ihrem linken Schlüsselbein aufsetzte, zuckte sie leicht zusammen. Er hörte sofort das Ergebnis in seinen Ohren: Pumm-Pumm... Pumm-Pumm... Ihr Puls war schnell, fast so rasend wie sein eigener.

Er begann die systematische Suche nach den Herztönen. Er bewegte die Membran langsam über ihre obere Brustpartie, wobei er den Druck der schweren Kapsel ganz bewusst variierte. Er genoss das Gefühl, wie das Metall langsam die Körperwärme von Nathalie annahm.

Dann wanderte er tiefer. Um die Mitralklappe korrekt zu hören, musste er die Membran direkt auf die Wölbung ihrer linken Brust setzen. Er spürte den Widerstand des festen Gewebes unter dem cremefarbenen Stoff des BHs. Er drückte das Stethoskop fest an, fast so, als wollte er tief in ihren Brustkorb hineinhorchen. Fünf Minuten vergingen, in denen er sich völlig in dem Rhythmus verlor.

Nathalie schloss die Augen. Das gleichmäßige, feste Aufdrücken des Instruments und das Wissen, dass er jeden ihrer Herzschläge kontrollierte, ließ sie merklich ruhiger werden. Ihr Atem wurde tiefer, ihre Schultern sackten ein Stück nach unten. Sie genoss die Aufmerksamkeit, die absolute Stille und die Professionalität, mit der er vorging.

Niklas wanderte mit der Membran immer wieder von einem Punkt zum nächsten, presste sie mal sanft, mal mit deutlichem Nachdruck auf die weiche Haut oberhalb des BH-Rands und dann wieder direkt auf die fest umschlossene Mitte ihrer Brust. Er hörte das Schließen der Herzklappen, das feine Rauschen des Blutes – ein intimer Klang, der nur für ihn bestimmt war.

Die Rückseite

„Dein Herz klingt sehr kräftig“, sagte er schließlich mit einer Stimme, die vor unterdrückter Erregung etwas rauchig klang. „Magst du dich bitte umdrehen? Ich möchte die Lungen und den hinteren Herzbereich abhören. Bitte immer tief ein- und ausatmen.“

Nathalie folgte seiner Anweisung wortlos. Sie drehte ihm den Rücken zu. Niklas betrachtete die elegante Linie ihrer Wirbelsäule und die feinen Träger des BHs, die sich in ihre Haut drückten.

Er setzte die Membran zwischen ihre Schulterblätter. „Tief einatmen...“

Er hörte das weite, volle Geräusch ihrer Lungenflügel. Jedes Mal, wenn sie ausatmete, senkte sich ihr Rücken leicht, und er folgte der Bewegung mit dem Stethoskop, wobei er die Membran über die glatte Haut ihrer Flanken gleiten ließ. Es war ein rhythmisches Spiel aus Atem, Metall und Berührung.

Niklas wusste, dass dies erst der Anfang war. In seinem Hinterkopf sah er bereits das EKG-Gerät und die klebrigen Paddels des Defibrillators

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Annii Vor 4 Tage 2
benny82 Vor 4 Tage 1