Hinter den Türen einer Rehaklinik
Teil 7. Entlich, der erste Stuhlgang kommt
Seit dem Beginn der Darmspülung sind nun auch schon eine gute Stunde vergangen. Da war es so weit, mein Darm meldete sich. Der erste Stuhlgang war noch wie Durchfall gewesen. Aber jetzt scheint auch mein Darm in Bewegung zu kommen. Nach gut 25 Minuten kam die Schwester zurück ins Zimmer, Der Beutel mit der Abführlösung war fast leer. Die Schwester fragte nach meinem Stuhlgang, ob es jetzt geklappt hat, was ich bejahte. Dann wechselte die Schwester die Beutel mit der Abführlösung gegen einen vollen Beutel, nahm vom Tisch eine der aufgezogenen Spritzen, setzte diese an meiner Magensonde an und drückte den Inhalt hinein. Nun verband sie die Magensonde wieder mit der Pumpe.
Inzwischen hatte ich schon den dritten Liter Abführlösung am Start. Nach einer Weile kam die Schwester mit drei weiteren aufgezogenen Spritzen mit dem zusätzlichen Abführmittel in der Hand ins Zimmer und legte sie auf den Tisch. Sie lächelte mich an und meinte zu mir "Die brauchen wir bestimmt noch für sie, ihr Darm ist ziemlich träge". Dann ging sie wieder aus dem Zimmer. So ging es noch eine Weile weiter, ich bekam den nächsten Liter Abführlösung mit dem zusätzlichen Abführmittel eingeflößt. Es folgten noch drei weitere Liter der Abführlösung bis mein Darm sauber war. Weil die letzten beiden Liter ziemlich schnell (45ml/min) eingelaufen sind, bekam ich doch etwas Übelkeit, was ich der Schwester auch sagte. Daraufhin bekam ich von ihr eine Spritze mit einem Mittel gegen Übelkeit in meinen Zugang gespritzt. Die Übelkeit lies dann auch schnell nach.
Insgesamt brauchte ich jetzt 6 Liter der Abführlösung bis mein Darm sauber war. Die Schwester stoppte die Pumpe und meinte, ich solle noch etwa 30Minuten auf dem Toilettenstuhl sitzen bleiben bis sich der Darm vollständig entleert hat. Danach durfte ich mich wieder in mein Bett legen. Ich musste dann noch zweimal zur Toilette, um die Reste der Flüssigkeit aus meinem Darm zu entleeren.
Fortsetzung folgt ......