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Aufrufe: 177 Created: Vor 1 Woche Updated: Vor 1 Woche

Die urologische Lektion

die untersuchung

Ich rückte mir das Zytoskop zurecht und prüfte den Lichtleiter. Das kalte, bläuliche Licht tanzte auf der Edelstahloberfläche des Instrumententischs. Herr Meyer war zurückgekehrt, bleich und zitternd, aber in seinen Augen loderte immer noch dieser irrationale Trotz. Er dachte wohl, der Einlauf sei der Höhepunkt der Demütigung gewesen – er ahnte nicht, dass die eigentliche Arbeit jetzt erst begann.

Die totale Fixierung

„Auf die Liege, Meyer. Beine in die Stützen. Sofort“, befahl ich, ohne ihn anzusehen.

„Ich... ich unterschreibe alles, aber lassen Sie mich einfach gehen“, stammelte er und versuchte, sich an der Wand des Behandlungsraums entlangzudrücken.

Ich sah zu Lilly. Sie lehnte am Schrank, das weiße Latex ihres Kittels spannte sich über ihrer Brust, während sie die Arme verschränkte. Sie wartete nur auf mein Signal. Ich nickte kurz.

Lilly machte zwei schnelle Schritte und griff Meyer am Oberarm. Mit einer Kraft, die man ihrer zierlichen Gestalt nicht zugetraut hätte, zwang sie ihn zurück auf die Liege. „Widerstand macht es nur schmerzhafter, Herr Meyer“, sagte sie mit ihrer emotionslosen, jungen Stimme.

„Lilly, die Riemen“, ordnete ich an. „Wenn er nicht freiwillig stillhält, nehmen wir ihm die Entscheidung ab. Ich werde nicht zulassen, dass er durch sein Zappeln meine Optik beschädigt oder sich die Harnröhre aufreißt.“

Das rhythmische Quietschen von Lillys Kittel erfüllte den Raum, während sie die gepolsterten Fixierungen um seine Knöchel schloss. Meyer war nun hilflos, die Beine gespreizt und in den urologischen Stützen arretiert. Ich trat zwischen seine Knie, meine weiße Leggings rieb leise aneinander. Ich fühlte mich bereit, dieses Problem jetzt endgültig aus der Welt zu schaffen.

Der chirurgische Zugriff

Ich griff nach dem Lokalanästhetikum. „Das wird jetzt unangenehm, aber das ist mir ehrlich gesagt egal“, kommentierte ich trocken. Ich drückte das Gel mit einer ungeduldigen Bewegung ein. Meyer bäumte sich auf, doch die Fixierungen hielten ihn gnadenlos am Platz. Lilly stand an seinem Kopfende und drückte seine Schultern mit ihren behandschuhten Händen nieder.

Ich führte das Zystoskop ein. Es war ein mechanischer Akt. Die Schmerzensschreie des Patienten waren für mich nur Hintergrundrauschen – ein akustisches Signal dafür, dass das Instrument passierte.

„Sehen Sie das auf dem Monitor, Lilly?“, fragte ich, während ich die Kamera justierte. „Dort ist die Striktur. Genau wie ich es vermutet hatte. Sein Widerstand war nicht nur dumm, er war lebensgefährlich.“

Ich arbeitete mit klinischer Präzision, ignorierte Meyers Flehen und konzentrierte mich nur auf das Bild der Blasenwand. Nach quälenden Minuten, in denen nur das Summen der Monitore und das gelegentliche Knarren von Lillys Latex-Kleidung zu hören war, zog ich das Instrument mit einem Ruck zurück.

Die finale Konfrontation

Ich riss mir die Handschuhe ab und warf sie in den Abfall. Meyer lag völlig am Ende in seinen Fesseln, Tränen der Wut und Erschöpfung in den Augen. Ich trat an seine Seite und beugte mich so tief über ihn, dass er das Weiß meines Trägershirts direkt vor Augen hatte.

„Hören Sie mir jetzt gut zu, Meyer“, sagte ich, meine Stimme war leise, aber von einer eisigen Härte. „Sie haben heute versucht, meine Zeit zu stehlen und meine Autorität zu untergraben. Das Ergebnis? Sie haben einen Einlauf bekommen, den Sie nicht wollten, und eine Untersuchung über sich ergehen lassen, die Sie unter Fixierung verbringen mussten.“

Ich gab Lilly ein Zeichen, die Riemen zu lösen.

„In dieser Praxis bin ich das Gesetz. Wenn ich sage, wir untersuchen, dann wird untersucht. Ihr Wille endet an der Schwelle zu diesem Raum, sobald Ihre Gesundheit auf dem Spiel steht. Wenn Sie jemals wieder hierherkommen, bringen Sie Kooperationsbereitschaft mit – oder wir fangen das nächste Mal direkt mit den Fixierungen an.“

Lilly trat neben mich und strich sich den ultrakurzen Latex-Kittel glatt. Ein fast unmerkliches, triumphierendes Lächeln huschte über ihre Lippen. „Soll ich den nächsten Patienten hereinrufen, Frau Doktor?“, fragte sie.

„Geben Sie ihm fünf Minuten, um sich anzuziehen und sein Ego vom Boden aufzusammeln“, antwortete ich, während ich bereits zum Waschbecken schritt. „Und dann weitermachen. Wir haben heute noch viel vor.“