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Die urologische Lektion

die vorbereitung

Ich spürte, wie meine Halsschlagader leicht pulsierte. Meine Geduld war nicht nur am Ende, sie war längst überfahren worden. Ich sah auf Herrn Meyer hinunter, dessen Beine unkontrolliert zuckten, während er versuchte, sich von der Liege zu rollen. Seine Abwehrhaltung war nicht mehr nur nervös, sie war jetzt offen aggressiv und vollkommen irrational.

„Lassen Sie mich los! Ich mache das nicht!“, schrie er fast, während er mit den Händen nach meinen Unterarmen schlug.

Ich wich geschickt aus. Der elastische Stoff meiner weißen Leggings erlaubte mir einen festen Stand, während ich mich über ihn beugte. „Herr Meyer, hören Sie sofort auf mit diesem kindischen Theater!“, herrschte ich ihn an. Meine Stimme schnitt wie ein Skalpell durch seine Hysterie. „Sie gefährden sich selbst und halten den gesamten Klinikbetrieb auf. Wir werden diese Untersuchung durchführen – und zwar jetzt.“

Der erzwungene Gehorsam

Ich warf Lilly einen kurzen, vielsagenden Blick zu. Sie verstand sofort. Ohne ein Wort zu sagen, trat sie an die andere Seite der Liege. Das weiße Latex ihres Kittels glänzte aggressiv unter den Halogenscheinwerfern. Sie war erst zwanzig, aber sie besaß eine physische Entschlossenheit, die viele erfahrene Schwestern nicht hatten.

„Lilly, fixieren Sie seine Schultern. Ich nehme das Becken“, befahl ich.

Meyer versuchte sich aufzubäumen, doch Lilly drückte ihn mit ihrem vollen Körpergewicht zurück in die Polster. Das leise, fast hämische Knarren ihres Latex-Mantels war direkt an seinem Ohr, während sie ihn mit unnachgiebiger Härte festhielt. Ich nutzte den Moment, griff seine Hüfte und drehte ihn mit einem kräftigen Ruck in die Seitenlage.

„Sie tun mir weh!“, presste er hervor, sein Gesicht in die Matratze gedrückt.

„Was Ihnen wehtut, ist Ihr eigener Starrsinn“, entgegnete ich kühl. Ich griff nach dem Irrigator und dem Darmrohr. Ich hatte kein Interesse mehr an sanften Erklärungen. Wer sich wie ein renitentes Kind aufführte, wurde auch so behandelt.

Die Exekution

Ich riss die Verpackung des Gleitmittels mit den Zähnen auf, da meine Hände damit beschäftigt waren, Meyers Becken gegen seinen massiven Widerstand am Platz zu halten. Ich spürte, wie sich meine Muskeln unter dem dünnen Trägershirt anspannten.

„Sehen Sie sich das an, Meyer“, sagte ich und hielt ihm das eingefettete Rohr direkt vor die Augen, während Lilly seinen Oberkörper mit einer stoischen Ruhe niederdrückte, die fast beängstigend war. „Das hier passiert jetzt. Ob Sie schreien, strampeln oder fluchen. Schwester Lilly wird jetzt das Reservoir halten, und ich werde dieses Rohr einführen. Und wenn ich Sie festbinden lassen muss – wir gehen hier erst raus, wenn Ihr Darm leer ist.“

Lilly griff nach dem Schlauch, ihr kurzer Latex-Kittel spannte sich extrem über ihrem Gesäß, während sie sich über den Patienten beugte, um den Zufluss zu regulieren. Ihr Blick war leer, rein funktionell. Meyer versuchte ein letztes Mal, sich loszureißen, doch Lillys Griff war wie eine Schraubzwinge.

„Jetzt“, zischte ich.

Trotz seines heftigen Aufbäumens und seiner lautstarken Proteste führte ich das Darmrohr mit einer ungeduldigen, fast groben Präzision ein. Ich spürte den Widerstand seiner verkrampften Muskulatur, aber ich gab nicht nach. Es war ein Machtkampf, den er bereits verloren hatte, als er diesen Raum betrat.

„Wasser marsch, Lilly“, ordnete ich an.

Das Gluckern der Flüssigkeit mischte sich mit Meyers erstickten Lauten. Ich hielt das Rohr fest an seinem Platz, während meine andere Hand seinen Rücken nach unten presste. Ich sah auf ihn hinab – auf diesen Häufchen Elend, das glaubte, sich der medizinischen Autorität widersetzen zu können.

„Noch ein Mucks, Herr Meyer, und wir lassen die Lernschwester auch die anschließende Katheterisierung ohne Betäubungsgel durchführen“, drohte ich, obwohl ich wusste, dass das Protokoll das niemals zulassen würde. Aber in diesem Moment war Angst das einzige Medikament, das bei ihm noch wirkte.

Die totale Unterwerfung

Nachdem der Irrigator geleert war, gab ich Lilly das Zeichen, ihn loszulassen. Meyer blieb einen Moment lang einfach liegen, völlig entkräftet und besiegt. Der Schweiß rann ihm über die Schläfen. Lilly trat zurück, strich sich den kurzen Latex-Kittel glatt und wartete auf meine nächsten Befehle.

„In fünf Minuten steht er wieder hier auf der Matte, Lilly. Sorgen Sie dafür, dass er nicht auf dem Flur kollabiert, aber lassen Sie ihm keine Sekunde mehr Zeit als nötig“, sagte ich, während ich mir die Handschuhe mit einem lauten Snap auszog. „Ich will das Zystoskop in Position haben, bevor er sich wieder überlegen kann, den Helden zu spielen.“

Ich verließ den Raum, ohne Meyer eines weiteren Blickes zu würdigen. Ich musste mir kurz die Hände waschen und meinen eigenen Puls beruhigen, bevor ich die nächste Phase dieser unschönen Prozedur einleitete.