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Aufrufe: 209 Created: Vor 2 Wochen Updated: Vor 2 Wochen

Bella beim Zahnarzt

Die Füllung

Mein Mund war immer noch weit offen, fixiert durch den Aufbissblock.

'Wir brauchen Matritzen' hörte ich ihn zu Melanie sagen.

Kurz darauf wurden dünne Metallstreifen um die gewohnten Zähne gelegt. Ich spürte, wie sie in die Zwischenräume gedrückt wurden. Es fühlte sich beengend an, als wäre plötzlich alles enger und voller, als hätte mein Mund keinen Platz mehr.

Dann kamen die Keile, klein, aber deutlich spürbar. Sie wurden zwischen die Zähne geschoben, um die Matrizen festzuklemmen. Ich merkte den Druck sofort, ein unangenehmes Spreizen, das sich tief im Kiefer ausbreitete. Ich wollte instinktiv zusammenbeißen, aber der Aufbissblock ließ es nicht zu.

'So', sagte er knapp. 'Jetzt legen wir die Füllungen'.

Ich wusste nicht, ob ich erleichtert oder angespannt sein sollte. Ein Teil von mir hoffte, dass jetzt alles schnell gehen würde, ein anderer Teil hatte längst verstanden, dass nichts an dieser Behandlung schnell war.

Er stopfte das Füllungsmaterial in die ausgebohrten Zwischenräume, schichtweise, mit festem, bestimmtem Druck. Es fühlte sich an, als würde etwas in einen Raum gepresst werden, der eigentlich zu klein dafür war.

Ich merkte, wie sich der Druck zwischen den Zähnen verstärkte, wie die Keile dagegenhielten, während das Material die Löcher ausfüllte.

Er arbeitete an beiden Zähnen nacheinander, immer wieder wechselnd. Noch eine Schicht, noch mehr Druck, noch einmal Nachformen. Ich spürte, wie er mit Instrumenten die Kontaktflächen modellierte, damit die Zähne später wieder aneinanderliegen würden. Für mich fühlte sich das an, als würde jemand zwischen meinen Zähnen herumhebeln, millimeterweise, ohne dass ich irgendetwas dagegen tun konnte.

Immer wieder wurde abgesaugt. Immer wieder gespült. Das Licht blieb grell und unerbittlich, mein Nacken tat weh vom überstreckten Liegen, mein Kiefer pochte vom Offenhalten.

Als er schließlich zufrieden war, löste er zuerst die Keile.

Ich spürte sofort, wie der Druck nachließ, nicht angenehm, sondern seltsam leer.

Dann entfernte er die Matrizen.

Meine Zähne fühlten sich fremd an, als gehörten sie nicht mehr richtig zusammen.

Der Aufbissblock wurde entfernt, und ich konnte endlich meinen Mund schließen. Ich biss vorsichtig zusammen. Die Zähne trafen aufeinander, aber es fühlte sich ungewohnt an. Zu glatt, zu voll, als wäre zwischen ihnen etwas Neues, das erst noch akzeptiert werden musste.

'So, das wars für heute.' holte mich die Stimme meines Zahnarztes zurück. 'Mindestens zwei Stunden nichts essen und wir sehen uns dann in einem halben Jahr zur Kontrolle wieder.'

Ich stieg vom Stuhl und griff nach meiner Handtasche. 'Und nicht wieder die Zahnseide vergessen.' Der Satz kam beiläufig, fast schon routiniert. Ich nickte stumm und verließ die Praxis mit einem dumpfen Gefühl.

Dieser Satz, 'Wir sehen uns dann in einem halben Jahr' fühlge sich nicht wie eine Einladung an.. sondern wie etwas, dem ich um jeden Preis aus dem Weg gehen wollte.

Comments

Norman Vor 6 Tage 1
zahnfritz Vor 1 Woche 2
dentalfetishgirl Vor 1 Woche 1
dentalfetishgirl Vor 1 Woche
Allteeth Vor 1 Woche 2
spankinglover Vor 2 Wochen 5