Nina gibt sich hin
Der zweite Samstag
Dann ist es wieder Samstag, 10 Uhr. Ich stehe vor seiner Tür, heute im Rock, meine Beine entblößt. Er öffnet, lächelt. 'Komm rein. Kaffee und Brötchen?' Ich nicke dankbar, setze mich, esse ein Brötchen, trinke den heißen Kaffee, der Magen beruhigt sich ein bisschen.
Es ist schon 10:30, als er sagt: 'Zeit anzufangen.' Im Schlafzimmer ziehe ich mich um – schlichte Unterwäsche, weißer BH, Slip, der wenig Einblicke gibt. Im Wohnzimmer warte ich, Arme vor der Brust, und er mustert mich.
'Arme weg, Nina.' Ich lasse sie sinken, drehe mich, wie beim ersten Mal. Es läuft gleich – ich putze, knie, beuge mich, in verschiedenen Positionen, und er genießt den Anblick, seine Blicke auf meinem Fleisch, meinen Rundungen. Der Po ragt raus, Brüste wippen, Schweiß perlt.
Um 12:30 Pause, wieder halbnackt mit ihm essen, Arme um den Bauch, versuche zu verdecken, während er starrt.
Um 13:50 Uhr sagt er: 'Du kannst dich anziehen, aber warte, ich muss mit dir reden.' Bekleidet stehe ich da, mein Herz rast. 'Wie sieht's mit dem nächsten Monat aus? Heute ist der 25te, Nina. Die Miete.'
Ich schlucke hart, wir haben nichts. 'Wir... wir können nicht alles zahlen.' Er schüttelt den Kopf langsam, seine Augen kalt. 'Das Putzen gilt nur für diesen Monat, wie besprochen.' Ich flehe: 'Lass mich weiter putzen, bitte. Ich mach's den ganzen Monat, mehr Stunden, was du willst.'
Er lehnt sich vor, Stimme ruhig. 'Das reicht nicht, Nina. Ich brauch das Geld für private Dinge, darauf verzichte ich nicht.' Tränen steigen auf, ich ringe die Hände. 'Bitte, es muss eine Lösung geben! Wir haben nichts, wohin sollen wir denn? Ich tue doch alles...' Meine Stimme bricht, hilflos, ausgeliefert, während er mich mustert, als wäge er ab, was als Nächstes kommt.
Er lehnt sich zurück, mustert mich mit diesem kalten, berechnenden Blick, der mir durch Mark und Bein geht. 'Zinsen, Nina. Das ist normal bei Rückständen. Ich muss etwas für den Verzicht bekommen.' Seine Worte hängen in der Luft, schwer wie Blei. Ich starre ihn an, Herz rast, Schweiß perlt auf meiner Stirn.
'Was... was meinst du damit?' flüstere ich, Stimme zittert. Er lächelt schmal, als würde er ein Geschäft abschließen. 'Beim nächsten Besuch leistest du mehr. Nichts Schlimmes, etwas, das du dir verdient hast. Vielleicht gefällt's dir sogar.'
Er lässt es offen, hängt mich in der Ungewissheit, und mein Magen dreht sich um. Was zur Hölle will er? Sex? Etwas Schmutziges? Ich weiche zurück, ängstlich, die Hände wringen sich. 'Ich... ich weiß nicht.'
Er hebt die Hand, beruhigend. 'Keine Sorge, vertrau mir. Ich rede nicht von Sex.' Die Worte klingen wie eine Lüge, aber ich nicke, zu gebrochen, um zu widersprechen. 'Du kannst gehen. Denk drüber nach.'
Ich fliehe aus seiner Wohnung, die Tür knallt hinter mir zu. Zu Hause warte ich den Flur ab, aber mein Bruder lauert schon, lehnt an der Tür, grinsend, breit und frech. 'Na, Schwesterchen? Wirkst heute wieder ganz blass, brauchst du Hilfe? Musst nur den Rock hochklappen und ich messe schnell.' Seine Augen funkeln und ich spüre die Hitze in meinem Gesicht. Scham mischt sich mit Wut.
'Verpiss dich, du Arschloch!', zische ich, schiebe mich vorbei, renne in mein Zimmer. Ich reiße die Klamotten runter, schlüpfe in eine alte Jogginghose, die locker sitzt, bedeckt meinen runden Po.
Die ganze Woche nervt mich das, Gedanken kreisen um Müllers Worte, die ungewisse Forderung, sein Blick auf meinen Brüste und meinem Hintern. Ich finde keine Alternative – Uni, Lernen, aber das Geld? Null. Die Miete drückt, Mama ahnt nichts, und mein Bruder hat mit seinen Hormonen zu kämpfen. Nervös kaue ich Nägel, liege wach, stelle mir vor, was er verlangt, spüre ein Ziehen zwischen meinen Beinen und hasse mich dafür.