Die Wellfare-Klinik
7
Die Türe zum Garten öffnet sich und Lea tritt in den großen Garten um die letzten Sonnenstrahlen zu ergattern. Sie lässt sich auf eine Bank nieder, schließt die Augen und atmet die frische Luft tief ein und aus. Gedanklich lässt sie die letzten Stunden Revue passieren, als sie eine Stimme aus den Gedanken reißt.
„Hallo, kann ich mich zu dir setzen?“
Es war Katharina. Lea hat sie schon kennengelernt. „Klar, setz dich ruhig.“
„Bist du das erste Mal hier Lea?“ „Ja, mein Freund und ich haben zusammen entschieden, dass ich das Programm hier mal ausprobiere. Und du?“
Katharina nickte, „bei mir ist es ähnlich ja... Aber hey, wir sind auf der selben Station. Vielleicht können wir öfter zusammen die Pausen verbringen, oder Abends mal.“.
Gemeinsam beobachten sie die anderen Patientinnen, die sich im Garten aufhalten. Einige sitzen auf dem Rand des großen Brunnen in der Mitte oder spazieren drum herum. Andere haben sich auch eine Bank gesucht oder auf den Rasen gelegt. Liegestühle stehen auch bereit auf denen sich einige Patientinnen entspannen.
Beide zu verlegen um über das heute geschehene zu sprechen, versuchte Lea erst mal die junge knapp Zwanzigjährige kennenzulernen: Hattest du denn eine weite Anfahrt heute früh? Hab dich in der Wartehalle gar nicht gesehen.“
„Ich hatte eigentlich gar keinen Weg, ich wohne nur 30minuten entfernt von hier. Trotzdem hab ich es geschafft, eine Viertelstunde zu spät zu kommen. Wahrscheinlich haben wir uns deswegen nicht gesehen. Aber Frau Doktor DeGrasse fand das nicht so schlimm, dass ich so spät war.“
„Ah okay, ich war heute morgen bei Frau Doktor Holsten, sie ist ganz freundlich, aber auch ein bisschen bestimmend, obwohl ich nicht zu spät war.“, lacht Lea. „Du bist auch auf Station 4 oder? Dann sehen wir uns bestimmt öfter.“.
Nach ein paar Worten Smalltalk merkt Katharina die vorangeschrittene Zeit und die beiden machen sich auf den Weg zum Abendessen. „Der Speisesaal ist hier gleich im Erdgeschoss, da müssen wir nicht weit.“ Die Patientinnen betreten den großen Raum, der ein bisschen wie eine Kantine aussieht. Die Tische sind an den Wänden zu 4er Tischen aufgestellt und in der Mitte des Raumes stehen kleine Tische mit Platz für zwei Personen. Eine Frau, ganz in schwarz mit einer Schürze bekleidet, begrüßt sie am Eingang.
„Oh hallo, Sie gehören bestimmt zu unseren heutigen Neuankömmlingen. Frau Schmitt und Frau Rinnel, richtig? Kommen Sie, ich zeige Ihnen wie das hier funktioniert.“
Sie gehen die Reihen entlang, und werden zu einem freien Tisch geführt. „Wir haben hier eine Sitzordnung. Dieser Tisch ist noch frei, wenn Sie möchten, können Sie gern gleich zu zweit hier Platz nehmen. Diesen Platz behalten Sie dann während des gesamten Aufenthalt.“
Die beiden nehmen Platz und lassen sich das Abendessen schmecken. Der nächste Punkt auf der Liste ist die Abendpflege. Lea verabschiedet sich für heute von Katharina und geht auf ihr Zimmer. Nach ein paar Minuten klopft es an der Türe und ein neues Gesicht erscheint an der Türe.
„Hallo, ich bin Schwester Emelie, wir kennen uns noch nicht. Ich bin eine ihrer Stationsschwestern. Willkommen bei uns Frau Schmitt.“ die Schwester lächelt ihr freundlich zu und schiebt einen kleinen Wagen mit vielen Schubladen vor sich her. „Ich lege Ihnen den Tagesplan für morgen auf den Schreibtisch, und würde dann gleich mit der Abendpflege beginnen. Da sie heute bereits erhöhten Blutdruck hatten, messen wir zuerst noch einmal.“
Lea wird angewiesen sich auf ihr Bett zu setzen und bekommt die Manschette umgelegt. Nach der Messung nickt die Schwester zufrieden. „114 zu 62, das ist wunderbar. Dann dürfen Sie einmal auf allen Vieren auf das Bett knien, mit den Ellenbogen abstützen und den Po nach oben.“
Sie war eigentlich der Meinung, dass die Behandlungen für heute schon beendet sind, und ist ein bisschen erschrocken, dass sie sich nochmal entblößen muss. Seufzend steht Lea auf und klettert in der geforderten Position auf das Bett. Schwester Emelie hat bereits die Unterlage in der Hand, breitet diese zwischen den Füßen der Patienten aus und tritt mit einem Thermometer wieder an das Bett heran.
„Ich werde nun erst Fieber messen, danach werde ich ihr Trainingsgerät bis morgen entfernen. Dies wird unter anderem jeden Tag gemacht. So, dann wollen wir mal los legen.“
Sie spürt wie der Finger der Schwester Gleitgel auf ihrem Anus verteilt und die kalte Spitze ansetzt. Das Fieberthermometer wird zügig und tief eingeführt, Lea spürt das Metall immer tiefer eindringen. Sie wird aufgefordert ruhig liegen zu bleiben, während Schwester Emelie am Wagen steht und weitere Materialien zusammensammelt.
Kurz darauf wird das Thermometer entfernt und Lea merkt, wie an der Schnur gezogen wird. Das Ei in ihrer Scheide bewegt sich merkbar nach unten und wird unter einem leisen Seufzer entfernt.
„Bitte noch kurz so in Position bleiben Frau Schmitt, sie bekommen noch Medikamente eingeführt.“. Hörbar wird etwas aus einer Folie ausgepackt und bevor Lea überhaupt drüber nachdenken kann, um was es sich handeln könnte, wurde ihr schon ein Zäpfchen in die Vagina eingelegt.
Die Patientin wird angewiesen, sich vorsichtig auf den Rücken zu legen und diese Position noch für etwa zehn Minuten zu halten bevor sie wieder aufsteht.
„Sie haben dann Freizeit heute bis zur Bettruhe, diese beginnt jeden Tag um 22:30Uhr. Morgen um 06:30Uhr werden sie dann wieder geweckt. Ich empfehle Ihnen die Nacht zum Schlafen zu nutzen, Sie werden Ihre Kräfte tagsüber brauchen, wie Sie schon gemerkt haben, sind die Behandlungen durchaus auch anstrengend.
Ich habe Ihnen frische Nachtkleidung mitgebracht. Die Tageskleidung, die Sie jetzt tragen, legen Sie bitte im Badezimmer ab, diese wird dann mitgenommen.“
„Kann ich denn morgen früh irgendwo duschen gehen, Schwester? Ich habe gesehen, dass im Badezimmer keine Möglichkeit dazu ist.“
Schwester Emelie verweist auf den morgigen Tagesplan, die Zeit ist dort vermerkt.
„Falls Sie noch etwas benötigen, das Schwesternzimmer ist bis zur Nachtruhe besetzt, danach übernimmt die Nachtschwester, die sie über die Klingel erreichen. Wenn Sie auf dem Flur sind und Geräusche wahrnehmen, wundern Sie sich nicht. Einige Patientinnen haben noch bis in die späten Abendstunden Therapien geplant. Auf dem Flur finden Sie noch den Aufenthaltsraum und eine kleine Teeküche, wo Sie gerne sich bedienen dürfen und im dritten Untergeschoss finden Sie noch mehr Freizeitmöglichkeiten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Wir sehen uns morgen Frau Schmitt.“
Nach der Verabschiedung verlässt die Schwester zügig den Raum und Lea steht vorsichtig auf um sich den Plan für morgen anzusehen.
TAGESABLAUFPLAN - Schmitt, Lea - 404 -
Tag 2
06:30 // Morgenpflege
07:30-08:30 // Frühstück
08:30-09:00 // Morgenroutine
09:00-10:00 // Massagetherapie // Sr. Sophie
10:00-12:00 // Plan-Behandlung // Dr. Holsten
12:00-13:00 // Pause
13:00-15:00 // EFT Behandlung // Dr. DeGrasse
15:00-17:00 // Wassertherapie // Sr. Isabell
17.00-19.00 // Pause
19.00 // Abendpflege
Lea spürt die Leere aber auch die Erleichterung, als sie sich ohne Trainingsgerät auf den Weg in den Aufenthaltsraum macht. Dort angekommen, sieht sie auf einer Couch Katharina sitzen, die gerade ein Kreuzworträtsel ausfüllt.
„Brauchst du Hilfe? Du hast ja fast alles schon ausgefüllt.“
„Oh hi! Danke, ich bin gleich fertig, aber setz Dich ruhig zu mir.“
„Mir wurde für die Nacht das Trainingsgerät raus gemacht. Bei Dir auch? Irgendwie fühle ich mich doch ein bisschen erleichtert, dass ich nicht mehr die ganze Zeit anspannen muss.“
„Ja bei mir auch. Vor allem muss ich keine Angst mehr haben, dass mir eine der Kugeln da raus rutscht und ich vor allen die Beine breit machen muss. Das war ziemlich peinlich. Sag mal, Schwester Emelie hat gesagt, es gäbe unten im Keller noch Räume für uns. Hast du Lust, dir das mit mir das mal anzuschauen?“
Gemeinsam machen sich die beiden Mädels auf dem Weg zum Aufzug und Fahren nach unten. Sie finden einen großen Bereich vor mit einigen Sitzmöglichkeiten, einige von diesen auch schon von Patientinnen belegt, die sich entweder miteinander unterhalten, andere aber auch ein Buch lesen oder Rätsel ausfüllen. Von diesem Bereich sind einige weitere Flure abgängig. Im ganz rechten Flur finden Lea und Katharina weitere Räume. Es gab ein paar Fernsehräume und Räume mit Couchen und Sofas. Aber auch Kunsträume mit Mal und Bastelutensilien. In den anderen Fluren finden Sie aber auch noch eine Sauna, ein Schwimmbad und ein Fitnessstudio, welches sie auch nutzen können. Im letzten Flur, den sie sich ansehen, finden sie nur verschlossene Türen vor, welche jede eine Nummer trägt.
„Ihr wollt wissen, was da drin ist? Ihr seit neu oder?“ eine Mitpatientin taucht hinter ihnen auf. „Dahinter sind Spielräume, wenn ihr privat, außerhalb der Therapie mit einer Patientin intim werden wollt, könnt ihr das da drin tun. Braucht nur den Schlüssel bei der Stationsschwester holen, dann könnt ihr ungestört sein. Sollte eine Tür offen sein, und es ist jemand drin, seht das als Einladung an, da mitzumachen.“
Lea bekommt ganz große Augen, als sie versteht, was sich hinter den Türen befindet, dreht sich um und geht schnellen Schrittes wieder in Richtung Aufzug. Katharina läuft ihr gleich hinterher und die beiden fahren wieder auf ihre Station in den vierten Stock.
„Wollen wir uns noch einen Tee machen?“
Zusammen mit den frisch gebrühten Getränken machen es sich beide wieder auf der Couch gemütlich.
„Lea, warum bist du gerade so schnell weggelaufen? Ich konnte dich fast gar nicht einholen.“
„Die Vorstellung, dass ich mit jemand anderen intim werde, und das nicht im Rahmen der Therapie ist. Ich weiß nicht, ich glaube ich kann das nicht.“
„Aber das ist doch nur freiwillig. Du musst das ja nicht machen.“
„Da hast du auch wieder recht. Sag mal Katharina, ich bin neugierig. Was steht denn alles auf deinem Plan für morgen?“
„Hm, Frühs haben wir glaube ich das gleiche, Frühstück, Morgenpflege und Routine... Danach hab ich EFT und einen Analworkshop und Nachmittags EFT und Sporttherapie.“
„EFT habe ich auch Nachmittags aber sonst habe ich andere Dinge wie Massage und Wassertherapie und eine Plan-Behandlung. Keine Ahnung was das sein soll.“
Nach weiterem kurzem Smalltalk verabschieden sich die Beiden und jede geht wieder in ihr Zimmer zurück. Lea lässt sich erschöpft auf die Couch fallen, als es wieder an der Türe klopft und Schwester Emelie hereinkommt.
„Frau Schmitt, ich habe vorhin tatsächlich etwas vergessen. Sie hatten heute Vormittag ja nur ein kleines Klistier, das heißt, wir müssen da jetzt nochmal eine Darmreinigung machen. Normalerweise bekommen Sie mindestens einmal täglich einen großen Einlauf. Aber da Sie ja nur einen kleinen hatten, machen wir das jetzt noch schnell.“.
Fast schon schockiert schaut Lea die Schwester an, war das nun das Letzte, was sie sich für den Abend hätte vorstellen können. Eine Unterlage wird auf dem Bett ausgebreitet und die Patientin wird angewiesen sich wieder im Vierfüßlerstand auf das Bett zu knien. Lea sieht aus dem Augenwinkel wie die Schwester einen Beutel mit einem Schlauch dran an den Infusionsständer hängt. An dem Schlauch gefestigt war ein langes Darmrohr aus Gummi, welches einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter hat.
„Einläufe dieser Art machen wir Anfangs mit dem langen Darmrohr, damit wir die bestmöglichen Ergebnisse erzielen können“, sagt Emelie während sie sich die Handschuhe anzieht und das Darmrohr mit Gleitgel benetzt. Mit der einen Hand spreizt die Schwester die Pobacken der Patientin, kurz darauf setzt sie mit der anderen Hand das Darmrohr an. Sie wird aufgefordert kurz zu Pressen und mit einem Ruck dringt die Spitze des Darmrohrs ein. Lea spürt einen kurzen brennenden Schmerz und wird unruhig.
„Bitte halten Sie still, Frau Schmitt, sonst müssen wir die Behandlung abbrechen und drüben fixiert auf dem Untersuchungsstuhl fortfahren. Versuchen Sie bitte sich zu entspannen.“
Da die Patientin es lieber jetzt hinter sich bringen möchte und nicht schon wieder auf den Stuhl, versucht sie ihre Beine ruhig zu halten, als sie Zentimeter für Zentimeter merkt, wie das lange Darmrohr vorgeschoben wird. Sie spürte wie der Schlauch immer tiefer in sie eindringt, bis sie das Rohr in voller Länge aufgenommen hat.
„Ich lasse nun einen Liter Flüssigkeit in Sie einlaufen, versuchen Sie locker zu bleiben und nicht zu verkrampfen“.
In dieser Position fällt es Lea sehr schwer locker zu bleiben. Den nackten Hintern gespreizt in die Höhe gestreckt, aus dem ein langer Schlauch herauskommt und eine Fremde, die das ganze beobachtet.
Sie spürt die in ihr sich ausbreitende Wärme, als der Hahn geöffnet wurde, tief in ihrem Bauch. Dabei stieg auch der Druck in ihrem Bauch an. Je länger der Beutel geöffnet war, und desto mehr Wasser sie zugeführt bekommt, desto unangenehmer wird es für die unerfahrene Patientin.
„Dauert es noch lange, ich glaube, da passt nicht mehr viel rein.“
„Frau Schmitt Sie sind etwa bei der Hälfte. Keine Sorge, das passt auch alles in Sie rein.“
Wenige Minuten später ist es für Lea schon schmerzhaft, und sie beginnt leise zu stöhnen.
„Können wir bitte aufhören, es tut weh.“.
Schwester Emelie tritt an die Seite des Bettes und beginnt sanft den Bauch zu massieren. Das gibt der jungen Patientin etwas Erleichterung. Nur hält diese nicht lange an, denn das Wasser läuft unermüdlich weiter. Millimeter um Millimeter sank der Wasserpegel im Einlaufbeutel, auf den Lea mit verstohlenem Blick schaut.
Endlich war der Beutel leer und das Rohr wird langsam aus der Patientin entfernt.
Ganz vorsichtig steigt Lea vom Bett herunter und läuft mit zusammengekniffenen Pobacken auf die Toilette, auf der sie sich unter lautem Stöhnen erleichtern darf.
Etwa zehn Minuten später hörte das plätschern auf, die Patientin säubert sich und kommt wieder in das Zimmer, das Emelie bereits aufgeräumt hat und auf sie wartet.
„Geht es Ihnen gut Frau Schmitt? Sollten Sie noch Schmerzen haben, dürfen Sie gern auf uns zukommen.“
Die Schwester verabschiedet sich nochmal von Lea und verlässt mit den Utensilien das Zimmer, während Lea sich in ihr Bett fallen lässt. Viel Zeit zum nachdenken, was heute am ersten Tag schon alles geschehen ist, bleibt ihr nicht. Sehr schnell fallen der erschöpften Patientin die Augen zu und sie schläft tief und fest ein. Was wohl der morgige Tag für Lea bereit hält?
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