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Aufrufe: 397 Created: Vor 1 Jahr Updated: Vor 1 Jahr

Lauras ungeplanter Zahnarzttermin

Der nächste Morgen

Laura schreckt aus dem Schlaf, als ihr Handy für eine eingehende Nachricht vibriert. Ihr Blick aufs Display lässt ihr den Atem stocken:

“Erinnerung: Ihr Termin beginnt in einer Stunde.

Ihr Praxisteam 🦷 Dr. Herrmann Braun.”

Ein Blick auf die Uhr verrät ihr, dass sie viel zu lange geschlafen hatte. Panik überkam sie, und sie griff hastig nach ihrem Handy, um die Praxis anzurufen.

„Bitte warten Sie, momentan sind alle Leitungen belegt. Ihr Anruf wird gleich beantwortet“, ertönte die monotone Stimme am anderen Ende. Sie kann die Zeit nicht fassen, während sie immer wieder auf die Uhr starrt, während die Warteschleife ewig zu dauern scheint. „Warum kann ich nie einfach Glück haben?“, dachte sie verzweifelt und steckt ihr Handy in die Tasche.

Als sie den Anruf schließlich abbricht, ruft sie Sophie an, die schon länger wach zu sein scheint. „Hey, alles okay? Du klingst, als wärst du einem Geist begegnet!“, bemerkt ihre Freundin schmunzelnd.

„Ich hab diesen blöden Zahnarzttermin! Ich wollte ihn absagen, aber die Leitung ist besetzt. Ich kann ihn einfach nicht absagen! Was mache ich jetzt?“, stößt Laura frustriert hervor.

Sophie überlegte kurz. „Laura, es kann wirklich teuer werden, den Termin einfach ohne Absage sausen zu lassen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass du dir im Moment eine solche Rechnung leisten kannst! Außerdem… es ist ja kein Weltuntergang. Du könntest es einfach durchziehen und es hinter dich bringen!“

Laura kaut nervös auf ihrer Lippe. „Ehrlich? Ich habe echt keine Lust darauf, schon gar nicht so kurz nach dem Aufstehen.“

„Bringe es doch einfach hinter dich, hinterher wirst du zufrieden sein. Soll ich dich begleiten?”

Lauras Gedanken kreisen, immer schneller, die Uhr im Nacken. Schwänzen, und unter Umständen viel Geld für nichts bezahlen? Oder es hinter sich bringen? Sollte ein Folgetermin notwendig werden, kann sie diesen ja immer noch absagen. „Okay, okay! Ich mach es! Ich ziehe mich an und gehe!“ Sie stürmt ins Schlafzimmer, knallt die Tür hinter sich zu und greift hastig nach den ersten Klamotten, die sie finden kann.

In Windeseile schlüpft sie in ein schickes, aber bequemes Outfit und frisierte ihr Haar mit einem kurzen Pinselstrich. Als sie sich im Spiegel betrachtet, erkennt sie, dass ihr Gesicht immer noch von den Nachwirkungen der letzten Nacht gezeichnet ist. „Na toll“, murmelte sie, „so will ich also zum Zahnarzt gehen.“

Mit einem letzten tiefen Atemzug packt sie ihre Jacke, greift noch eine Dose Cola aus dem Kühlschrank - statt Kaffee! - und verlässt die Wohnung. „Komm schon, Laura, das ist nur ein Zahnarztbesuch. Du schaffst das!“, redet sie sich selbst gut zu, während sie die Treppe herunter eilt. Die Welt da draußen wirkt bereits hektisch, und sie weiss, dass sie schnell handeln muss, um ihren Termin nicht zu verpassen.