Lauras ungeplanter Zahnarzttermin
Lauras Zähne
Sie hält nicht viel von Zahnpflege. Wie man es auch an ihren Schneidezähnen schon sieht: Zahnstein und Verfärbungen an nahezu allen Zähnen.
Entsprechend ungern geht sie auch zum Zahnarzt. Sie verdreht immer genervt die Augen, wenn sie die Standpauke wegen der schlechten Zahnpflege über sich ergehen lassen muss. Kann denen doch schließlich egal sein, ob die Zähne etwas verfärbt sind oder nicht.
Bei ihrem letzten Zahnarzttermin wurden 5 Füllungen gemacht! Eigentlich wollte sie nach paar Jahren nur mal wieder zur Kontrolle, aber er hat dann auch gleich losgebohrt. In der Rechnung stand später "16, 25, 26, 36, 47", auch wenn sie keine Ahnung hat, was das bedeutet. Auf jeden Fall prangte überall im Mund eine neue, große Plombe.
Das Bohren war alles andere als angenehm. Jedes mal, wenn sie zusammenzuckte, musste sie sich anhören, dass das alles nicht nötig wäre, würde sie öfter zur Kontrolle gehen. 'Ihr könnt mich mal!', hat sie sich gedacht und versucht, die Prozedur ohne Schwäche über sich ergehen zu lassen.
Dann musste sie noch zur "Zahnsteinentfernung". Hier hat eine Helferin ihre Zähne mit einem komischen Ultraschall-Dingens malträtiert. Das ganze war fast schlimmer als das Bohren: es nahm kein Ende, und immer, wenn dieses Instrument an ihren Zahnhälsen war, tat es übel weh. Die Helferin hatte auch scheinbar Spaß daran, diese empfindlichen Stellen besonders intensiv zu behandeln.
Damit waren ihre Schneidezähne auch schön weiß, wenn diese grauen, hässlichen Plomben in den Backenzähnen nicht wären.
Dieses Erlebnis ist auch wieder einige Zeit her. Drei bis vier Jahre bestimmt. Und sie legt keinen Wert auf eine baldige, ähnliche Erfahrung. Seit sie 18 ist, lässt sie sich von ihren Eltern auch nichts mehr sagen.