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Aufrufe: 1472 Created: 2023.04.04 Updated: Vor 4 Tage

Erlebnisse

Martina 1 Zeltlager

Ich war mit Linda zusammen, als ich als Leiter in einer Jugendgruppe an einem Zeltlager teilnehmen durfte.

Mit dabei war auch Martina, mit der ich schon seit Jahren befreundet war, Martina war wenige Monate jünger als ich. Sie hatte eine schlanke, sportliche Figur mit wirklich großen, schönen Brüsten und war mit etwa 1,65m kleiner als ich. Sie hatte dunkelbraune Haare, die über die Schultern gingen, und einen Pony, der fast die ganze Stirn verdeckte. Ihre Augen waren braun mit einem strahlenden Blick. Das Gesicht sehr schmal und blass. Ich glaube nicht, dass sie jemals eine Zahnspange getragen hatte. Nicht alle Zähne sind gleichmäßig und gerade. Einige wachsen etwas schräg, schieben sich übereinander, und das unten wie oben, was beim Lachen gut erkennbar ist. Man kann sehen, dass an den Seitenzähnen manchmal das Amalgam durch die Zähne scheint, wenn sie lächelt.

Nach wenigen Tagen auf dem Zeltlager sagte mir Martina, dass sie Zahnschmerzen habe und was sie tun solle. Da ich im Team der Lagerleitung war und dazu noch mit dem Auto angereist bin, habe ich vorgeschlagen, dass wir in den nächsten größeren Ort zu einem Zahnarzt fahren. „Okay“, sagte sie. Ich will mir noch was anderes anziehen“, meinte Martina und verschwand in ihrem Zelt.

Es hat gedauert, und ich habe schon am Auto gewartet. Inzwischen hatte sich die Temperatur deutlich erhöht, und das Thermometer zeigte erneut 30 Grad an. Jetzt kam auch Martina auf mich zu, vom Zeltlager-Look war nichts mehr zu erkennen, so hätten wir auch zusammen ausgehen können, dachte ich mir. Sie kam mit einem grünen Kleid auf mich zu, es ging bis knapp über die Knie und der Ausschnitt endete erst auf Höhe der Brüste. Dazu trug sie schwarze Sandalen, die mit dünnen, schwarzen Striemen über den Fuß befestigt waren. Vorn sah man die Zehen, an denen die Fußnägel rot lackiert waren. Über der Schulter trug sie eine große, braune Stofftasche und eine Sonnenbrille im Gesicht.

Kaum losgefahren, sagte sie, dass es ein Backenzahn oben links sein musste, aber welcher genau, konnte sie nicht sagen. Das wird schon nicht so schlimm“, sagte ich. „Ja, das hoffe ich auch“, erwiderte sie. Ich fragte, ob sie jemals ein Loch gehabt hätte, obwohl ich es wusste. „Bedauerlicherweise zahlreiche“, entgegnete sie kurz angebunden. Sie fügte hinzu: „Hoffentlich muss nicht wieder gebohrt werden.“

Da sich das gesamte Geschehen vor der Ära der Smartphones zutrug, fuhren wir zunächst ohne konkreten Plan in Richtung Aschaffenburg und erkundigten uns dort nach dem Weg. Als sie ankam, konnte man deutlich sehen, dass sie sehr ängstlich war. Sie redete fast gar nicht. Sie redete kaum mehr und antwortete nur noch kurz.

Gemeinsam sind wir die Treppe zur Arztpraxis hochgegangen und ich habe dann an der Tür geklingelt. Kurz danach hörte ich den Summer, die Tür öffnete sich, es roch nach Desinfektionsmittel und Zahnarzt, und ich fühlte mich wohl. Bei der Anmeldung wurden wir von einer attraktiven, etwa 20 Jahre alten Frau mit kurzen blonden Haaren empfangen. Martina erklärte der Blondine, was hier vor sich ging. Im selben Moment kam auch schon der Zahnarzt um die Ecke. Ein älterer Herr, schon Ende 50 mit grauen Haaren. Besonders fröhlich und locker wirkte er nicht, eher etwas genervt. „Kommen Sie gleich mit“, sagte er. Ich blieb stehen und wusste nicht so recht. Er wandte sich an mich und sagte: „Komm auch, wir sind doch nicht beim Frauenarzt. Ich kam hinterher und wir betraten einen der Behandlungsräume.

Die Einrichtung und Arbeitsplatte des kleinen Raumes waren ganz in Weiß und Chrom an zwei Wänden. Ein großes Fenster mit Blick auf einen kleinen Park benötigte fast die gesamte Wand hinter mir. Ein Waschbecken hängt an der Wand neben der Tür, darüber ist die Halterung für Röntgenbilder angebracht. In der Mitte stand der Behandlungsstuhl in Weiß/Blau. Auf beiden Seiten am Kopfende standen die Hocker in derselben blauen Farbe. Von der Decke herab hing das grelle OP-Licht. Bei genauer Betrachtung war alles nicht mehr im besten Zustand und schon etwas in die Jahre gekommen. Die Helferin bat Martina, sich hinzusetzen, und ich stellte mich ans Ende des Stuhls. Es war kein Hocker oder Stuhl für mich im Raum und viel ausweichen konnte ich wegen der Enge auch nicht. Nachdem Martina auf dem Stuhl Platz genommen hatte, wurde ihr umgehend mit einer silbernen Kette ein Papiertuch um den Hals gelegt, und die benötigten Instrumente wurden auf einem Tablett auf dem kleinen Tisch vor ihr bereitgestellt. Ich bekam kaum noch Luft zum Atmen, mein Herz raste, ich konnte noch nicht fassen, was hier gerade geschah.

Martina saß auf dem Stuhl, die Hände auf den Armlehnen abgelegt, die Finger umklammerten das vordere Ende der Lehne, sodass die gepflegten großen Fingernägel nicht mehr zu sehen waren. Das Kleid rutschte ein Stück nach oben, sodass ihre nackten Beine auf dem Kunstleder klebten und die Füße in den Sandalen leicht nach innen gedreht auf einem Schonbezug zu liegen kamen. Sie schaute mich an, sagte aber kein Wort. Ich nehme an, dass es ihr sehr unangenehm war, dass ich dabei war, aber ich lächelte einfach zurück, da sie nichts sagte. Vielleicht war sie ja doch ein wenig froh, dass ich dabei war? Das Behandlungsbesteck aus Edelstahl glänzte in der Sonne, die Instrumentenablage wurde nun direkt unterhalb Martinas Brüste von der Helferin positioniert. Auf der Ablage befanden sich der kleine runde Spiegel, verschiedene Sonden, eine Pinzette, Watterollen und kleine Wattekübelchen im Spender.

Der Zahnarzt setzte sich und auch die Helferin nahm Platz. Der Behandlungsstuhl wurde in eine aufrechte Position gefahren und das Licht eingeschaltet. Martina schob sich noch ein wenig zurück und senkte den Kopf in die Nackenstütze. Der Arzt fragte, wo die Schmerzen sind, und Martina antwortete. Oben links. Und legte den Finger von außen an die Backe. Dann wollen wir mal“, sagte er, und der Stuhl fuhr noch ein Stück nach oben. Sie blickte mir dabei in die Augen. In ihrem Blick war jetzt Angst zu erkennen. Martina wollte noch etwas sagen, da richtete der Arzt die Lampe auf ihren Mund, nahm den Spiegel in die eine und eine Sonde in die andere Hand. Die linke Hand mit dem Spiegel legte sich hinter ihren Kopf und mit dem rechten Daumen drückte er das Kinn vorsichtig nach unten, um den Mund zu öffnen. Mit dem Spiegel ging er auf die Innenseite der linken Backe und zog diese so kräftig nach außen, dass der Lichtkegel der Lampe direkt in ihren offenen Mund fiel. Die linke untere Zahnreihe lag nun im hellen Lichtschein der Lampe direkt vor mir. In diesem Moment hatte ich so einen Steifen in der Hose, dass es schon wehtat, und ich hoffte, dass dies keiner bemerken würde.

Jetzt begann der Arzt mit der Sonde die einzelnen Zähne zu untersuchen und diktierte der Helferin: 38 fehlt, 37 Amalgam okklusal und mesial, 36 Amalgam okkusal, mesial und distal, die beiden davor hatten nichts. Für mich waren es silberne Amalgamfüllungen an den hinteren beiden Backenzähnen. Sie reichten über die gesamte Zahnlänge bis in die Zwischenräume und waren an den hinteren beiden Backenzähnen groß. Nun ließ er die Wange locker, nahm seinen Arm zurück und drehte sich etwas, während die Sonde im Mund blieb, damit dieser nicht verschlossen wurde. Jetzt zog er die rechte Backe so sehr nach außen, dass sich auch ihr Kopf mitdrehen musste. Ich konnte jetzt sämtliche Füllungen auf der rechten Seite ihres Unterkiefers erkennen. Erst jetzt fiel mir auf, dass Martinas Blicke auf mich gerichtet waren und mir zusahen, wie ich alles sehen konnte, was in ihrem attraktiven Mund vor sich ging. 48 fehlt, 47 Amalgam okklusal, 46 Amalgam okklusal/inzisal, mesial, 45 okklusal und distal. Für mich stellte es sich so dar: Am hintersten Zahn eine Amalgamfüllung, die nicht besonders groß war, etwa die Hälfte der Kaufläche war mit dieser bedeckt, der Zahn davor hatte eine riesige Füllung, die hinteren zwei Höcker waren noch vom Zahn vorhanden, aber nach vorn hin glänzten auch die beiden Höcker auf dem Zahn silbern im Licht der Lampe, diese Füllung ging auf dem vorderen Zahn weiter, dessen gesamte Länge aus Amalgam bestand. Die Füllung zwischen den beiden schien bis auf das Zahnfleisch hinunterzugehen. Der vorderste Backenzahn hatte noch keine Füllung. Der Arzt kratzte an den Füllungen der Zähne, Martina hielt mich fest im Blick und in ihren Augen stand Wasser, als würde sie gleich losheulen. Plötzlich, aus dem Nichts heraus, ein Schrei aus dem offenen Mund, und ihr ganzer Körper zuckte zusammen. Der Arzt hielt den Mund offen. Martina holte mit weit aufgerissenen Augen tief Luft. „Sie haben Karies an der hintersten Füllung“, sagte er und stach erneut mit der Sonde in diese, und wieder kam ein Stöhnen aus ihrem Rachen heraus. Der Zahnarzt meinte, dass sie das machen lassen sollten, sobald sie zu Hause sind. Andernfalls machen wir es gleich mit. Sie ballte die Hände zu Fäusten, als würde sie kämpfen wollen, ließ dann wieder locker und sah mir dabei tief in die Augen. Die Unterlippe wurde mit dem Spiegel nach unten gedrückt und mit der Sonde wurden die unteren Schneidezähne gequält. Die Zähne waren nicht gerade, sondern leicht verdreht und manche lagen leicht übereinander. Der Arzt benutzte eine Sonde, um zwischen den Zähnen zu reinigen, was mir Angst machte, dass er einen abbrechen könnte.

Sie schloss ihren Mund und gleichzeitig kippte der Stuhl nach hinten, sodass ihre Füße neben mir in einer schrägen Position zum Stehen kamen. Die Beine lagen ein Stück höher als der Rest ihres Körpers. Nun bewegte sich der gesamte Stuhl nach oben, sodass der Arzt ihren Kopf direkt vor sich hatte. Sie lag jetzt leicht abfallend Richtung Kopf auf der Liege, sie richtete sich etwas auf und machte es sich etwas bequemer. Das Licht wurde neu ausgerichtet und ich ging einen Schritt nach vorn, sodass ich jetzt auf der Höhe ihrer Hüfte stand. Ihre Hände auf der Armlehne direkt neben mir. Sie hatte zierliche Hände mit dünnen Fingern. Die Fingernägel waren sehr groß im Vergleich zu den Händen. Sie waren unterschiedlich lang, sauber und ordentlich. Außerdem waren sie mit der gleichen roten Farbe lackiert wie die Fußnägel. An der linken Hand, die neben mir lag, trug sie am Daumen und am Zeigefinger einen silbernen Ring. Wieder nahm der Arzt den kleinen Spiegel zur Hilfe und machte kurz vor ihrem Mund Halt. Martina atmete tief ein, sah sich um, aber konnte mich nicht sehen, weil ihr Kopf nach hinten geneigt war. Ich hingegen konnte alles ganz genau sehen. Sie war jetzt so nervös, dass der ganze Stuhl im Takt ihres Herzschlages bebte, man merkte, dass sie ihren Mund nicht öffnen wollte. Er drückte mit einem Finger auf das Kinn und langsam öffnete sich der Mund. Der Spiegel wurde schnell in den Mund gesteckt und drückte ihre rechte Wange so stark nach außen, dass es schmerzhaft aussah. Das grelle Licht der Lampe traf auf die Zähne oder was davon noch übrig war. Auf dieser Seite hatten schon alle vier Backenzähne eine Füllung, die im Licht der Lampe um die Wette funkelten. Die hinteren beiden waren mit riesigen Füllungen versehen, der hinterste war über die ganze Fläche mit Amalgam bedeckt und der vorletzte Zahn hatte ebenfalls schon einen großen Teil an die Füllung verloren. Auf der Innenseite gingen die beiden Füllungen fast bis zum Zahnfleisch, in den beiden vorderen Zähnen glänzte das Silber der Füllung in der ganzen Kaufläche, aber alle Füllungen schienen ineinander überzugehen, sodass wohl auch in den Zahnzwischenräumen die Füllungen bis nach unten gingen. Kein Wunder, dachte ich mir, dass man manchmal das silberne Amalgam durch die Zähne sehen kann. Auch hier kennt der Arzt kein Erbarmen und ist sehr gründlich mit der Sonde an jedem Zahn. Laut diktierte er: 18 fehlt, 17 Amalgam okklusal und mesial, 16 Amalgam okklusal, mesial und lingual, 15 Amalgam okklusal, mesial und distal, 14 Amalgam okklusal und distal. Ich ging einen kleinen Schritt nach vorn und berührte mit meiner linken Hand ihre linke, was sie dankend annahm und meine Hand fest in ihre nahm. Ihre Handflächen waren schweißgebadet und zugleich eiskalt. So konnte ich jeden Herzschlag von ihr spüren, weil ihr Puls über ihre Hände übertragen wurde.

Er nahm den Spiegel aus der Wange, drehte den Kopf ein kleines Stück und drückte nun die Oberlippe zurück, sodass die Frontzähne frei lagen. So habe ich das bei ihr noch nie gesehen, die Front steht nicht in einer Reihe, sondern steht leicht schräg, und die beiden Vorderen stehen sogar leicht übereinander. Er nimmt die Sonde und fährt zwischen die beiden vorderen und drückt nach unten. Ein Wimmern ist kurz zu hören. Jetzt nimmt er den Spiegel und betrachtet die beiden Zähne ganz genau, nimmt wieder die Sonde und fährt von hinten in den engen Zahnzwischenraum der Frontzähne. Jetzt nimmt er aus der Halterung, in der sich auch der Bohrer befindet, etwas, das wie eine Pistole aussieht, und spritzt damit Wasser zwischen die beiden Zähne. Sie müssen ihre Zähne besser pflegen, sagte er zu ihr. Ich befürchte, sie haben zwischen den beiden Frontzähnen auch Karies, das muss mal geröntgt werden. Wichtig ist, dass sie hier mit Zahnseide reinigen. Martina nickte und aus dem offenen Mund kam ein kaum verständliches „Ja“. Zwischen dem linken Frontzahn und dem zweiten Schneidezahn fährt er schon wieder mit der Sonde so fest über die Zähne, dass sich Martina kurz mit einem „Ahh“ meldet und meine Hand festdrückt. 21 Kunststoff mesial, 22 Kunststoff distal, die Füllungen hier sollten Sie auch dringend erneuern lassen, am 22 ist schon Karies am Rande der Füllung zu erkennen. Vorsichtig kam ein leises „Aha“. Jetzt war es so weit, er drückte ihren Kopf nach links, der Mund stand noch einen Spalt offen, was reichte, um den Spiegel hinter die Wange zu führen und die Backe nach außen zu drücken. Auch hier strahlten die Füllungen um die Wette im Licht der OP-Lampe. Die hinteren beiden Zähne hatten ähnlich große Füllungen wie auf der anderen Seite und die vorderen beiden hatten auch Füllungen, die etwas kleiner waren und auch nicht bis zum Zwischenraum reichten. Jetzt nahm er mit einer Pinzette eine Watterolle und drückte diese zwischen Wange und Oberkiefer und ein Weiteres irgendwie noch daneben. Mit den beiden Watte­rollen im Mund konnte ich nun alles genau beobachten. 28 fehlt, 27 Amalgam okklusal, mesial, 26 Amalgam okklusal, mesial, distal, 25 okklusal, 24 okklusal. Nun kam wieder das Instrument, welches Wasser spritzte, zum Einsatz, und er richtete es auf die beiden vorderen Backenzähne. Der Wasserstrahl traf die beiden, und Martinas Hände drückten sich in die blauen Armlehnen des Behandlungsstuhls. Aus ihrem Mund kam ein lautes Jammern und ihre Füße verkrampften sich in den Sandalen. Er hängte das Teil zurück und nahm die Sonde, hebelte an den beiden Füllungen, da war er wieder, der dumpfe Schrei tief aus der Kehle, und die Zehen im Schuh drückten mit aller Kraft gegen die Sohle, während sie die Finger von den Händen weg spreizten. Das Loch ist zwischen den beiden kleinen Backenzähnen, wahrscheinlich im 24, sagte der Arzt. „Mit Spritze?“, fragte er. „Ja, bitte“ kam aus dem offenen Mund. Die Helferin öffnet ein Schubfach und gibt dem Arzt die Spritze in die Hand. Dieser drückt gleich die Lippe und Wange mit dem Finger zur Seite und sticht mehrmals ins Zahnfleisch über den beiden Zähnen. Martina kneift vor Schmerz, als die Spritze in das Zahnfleisch taucht, und Tränen laufen . Mit den Füßen drückt sie sich so fest in das Polster, dass ihr Becken sich anhebt. Während die Spritze wirkte, wurden der Sauger und der Bohrer vorbereitet. Es werden weitere Wattrollen unter die Wange gesteckt, der Arzt nimmt eine Art Kunststoffkeil und drückt diesen zwischen die hinteren Backenzähne, sodass Martina ihren Mund nicht mehr schließen kann und er maximal geöffnet ist. Ich ließ sie wissen, dass wir beide das zusammen durchstehen werden. Wir verwenden die Aufbisskeile ständig“, sagt die Helferin, die nun beginnt, mit dem Sauger die Spucke aus Martinas Mund aufzunehmen, da ein Schlucken kaum mehr möglich ist. Der Stuhl fährt nach hinten in die bekannte Position. Sie müssen unbedingt auf ihre Zahnhygiene achten“, sagte der Zahnarzt erneut, „und unbedingt zu ihrem Zahnarzt gehen, sonst werden sie bald den ersten Zahnersatz benötigen“, ermahnte er Martina. In einer Hand den Spiegel und in der anderen den Bohrer nähert er sich dem weit geöffneten Mund. Die Hände hat Martina auf ihrem Schoß ineinander verschränkt, der große Zeh ist über den nächsten gelegt, und Martina ist voll angespannt. Sofort beginnt der Arzt zu bohren. Martina fuhr zusammen, als sich der Bohrer am Zahn zu schaffen machte, da die Spritze mit der Betäubung nur wenige Minuten her war. Ihr schöner Körper verkrampfte sich, während der Arzt den Bohrer in den Zahn drückte. Die Füllung am vorderen Zahn ist schnell weggefressen und das Loch in Richtung zum 5. Zahn wird immer größer und tiefer. Kurze Pause, Wasserstrahl und Sonde. Martina, die sich entspannte und ihre Hände wieder auf die Lehnen des Stuhles legte, schien mir genauso zu denken. Der nächste Zahn hat auch schon ein Loch“, sagte er, „da müssen wir leider auch noch ran. Er nahm den Bohrer ohne zu warten und drückte ihn fest in die alte Füllung, bis sie nicht länger sichtbar war. Auch hier wurde das Loch von Sekunde zu Sekunde größer. Der Bohrer kreischte und der Sauger hatte auch keine Pause. Ihre linke Hand wedelte in der Luft auf der Suche nach meiner Hand. Ich ergriff diese und umklammerte sie fest. Während das vordere Loch schon riesig war, hörte das Bohren am 5er nicht auf. Der Bohrer verstummte nach einer Ewigkeit und ich konnte den gesamten Umfang erkennen. Ein großes Stück der beiden Zähne war bereits verschwunden. Es waren zwei tiefe Löcher zu erkennen, in denen die alten Füllungen zuvor ihren Platz hatten. Sie hielt meine Hand fest, die Ringe drückten in meine Finger. Wir dachten, wir hätten es geschafft, und dann ließ sie los. Mit einem Werkzeug wechselte er aber nur den Bohrer, diesmal war der Bohrkopf größer und rund. Martina hat davon nichts mitbekommen und dachte wohl, dass es vorbei sei. Er tauchte den Bohrer in den Mund, setzte an und der Bohrer heulte auf. Martina war vollkommen überrascht worden und der ganze Körper verspannte sich erneut. Trotz Spritze stöhnte sie, die Beine hoben sich vom Stuhl ab und die Unterschenkel verkrampften sich. Ein erneutes Stöhnen ist neben dem Bohrer zu hören. Sie drückt meine Hand mit aller Kraft. Doch es dauerte noch lange Sekunden, bis der Bohrer zurückgehängt wurde. Auf der Innenseite des hinteren Zahnes war kaum noch etwas übrig. Die Außenseite des Zahnes stand hauchdünn allein da. Den vorderen hat es nicht so schlimm erwischt, aber auch hier klafft nun ein großes Loch. Mit einem Wattebällchen und einer Pinzette trocknete er die Zähne ab und gab ein Mittel darauf und untersuchte diese mit der Sonde gründlich. Nach wenigen Sekunden nahm er noch einmal den Bohrer, setzte erneut am 24er an und drangsalierte den vorderen Zahn noch weiter Richtung der Schneidezähne. Wortlos hängte er den Bohrer ein, griff zu dem Spiegel, richtete das Licht erneut aus und legte den Spiegel zurück an den Tisch. Tut mir leid“, sagte er, „am 5er kommen sie um eine Wurzelbehandlung nicht herum. Die Helferin stand auf und holte allerhand Instrumente und legte diese auf das Tablett direkt vor Martina ab. Erneut wurde der Bohrer gewechselt und kam auch gleich zum Einsatz.

Das Bohren nahm kein Ende, denn nun wurde wieder am hinteren Zahn weitergefräst. Er öffnete eine Schublade und holte einen Matratzen­spanner heraus und legte diesen um den hinteren Zahn. Da aber kaum noch was vom Zahn übrig war, dauerte es, ihn festzubekommen. Er musste mit kleinen Keilen das Stahlbad einklemmen. Zum Glück weiß Martina nicht, wie groß die Löcher sind“, dachte ich mir. Jetzt nahm er aus dem kleinen Glasbehälter immer wieder verschiedene Feilen und steckte diese tief in den Wurzelkanal, dann wieder spülen und wieder die Nadeln, Spülen, Nadeln, Feilen. Jetzt wurden die Instrumente auf die Seite geräumt und Martina lag noch immer mit weit geöffnetem Mund da. Der erste Zahn, den der Arzt behandelte, hatte ein Loch auf der ganzen Kaufläche. Nur die Außenseite und ein Teil der Innenseite waren noch intakt. Von dem wurzelbehandelten Zahn hingegen war nicht mehr viel zu erkennen. Die äußere Seite des Zahns sah noch gut aus, aber innen war fast nichts mehr davon übrig. Jetzt wurde die Wurzelfüllung gelegt und eine kurze Pause gemacht. Leider mussten wir viel vom Zahn abnehmen“, sagte der Arzt. „Die Karies war unter der Füllung weit fortgeschritten, zumindest konnten wir den Zahn noch retten. Ich hoffe für sie, dass unter den anderen Füllungen auch schon Karies ist. Wir sollten das alles mal röntgen, vielleicht kommen sie diese Woche noch einmal vorbei. Martina nickte.

Nun nahm er die gefüllte Amalgampistole und drückte das flüssige Metall in den Zahn. Festdrücken und die nächste Schicht darüber wieder drücken und noch eine Schicht, das ging so weiter und dasselbe am vorderen Zahn erneut. Jetzt nahm er die Matrizen, den Keil und die Watte-Rollen heraus, und Martin wollte den Mund schließen, was aber misslang, da die Füllungen noch zu viel auftrugen. Mund noch einmal auf“, sagte er mit dem Bohrer in der Hand, und die Füllungen wurden Stück für Stück abgeschliffen. Wieder schloss sie den Mund und wieder ging es nicht. Der Stuhl wurde in eine aufrechte Position gefahren und wieder schliff der Arzt die Füllung nach und der Sauger nahm die Überreste des Amalgams dankend auf. Jetzt wurde ihr anscheinend bewusst, wie groß die beiden Füllungen sein würden, und sie sah mich dabei an. Zum Ende hin wurde der Biss mit Dental-Papier überprüft. Nach mehreren Versuchen konnte sie ihren Mund wieder schließen. Jetzt, wo die Füllungen fertig waren, machte der Arzt einen neuen Aufsatz auf den Bohrer und öffnete ihren Mund erneut, legte wieder eine Watte-Rolle an die Zähne und polierte die Füllungen glatt und glänzend. Nun drehte er den Kopf zur Seite, nahm eine weitere Watte-Rolle und klemmte diese zwischen Wange und Zahnfleisch. Jetzt war mir klar, dass das Amalgam deutlicher zwischen den behandelten Zähnen erkennbar war. Auch hier wurde mit einem kleinen Aufsatz das überstehende Amalgam abgeschliffen und der sichtbare Rest ebenfalls hochglanzpoliert. Zwischen den beiden kleinen Backenzähnen war deutlich das Amalgam zu sehen, aber zwischen dem wurzelbehandelten Zahn und dem nächsten Backenzahn war ein großes Stück Amalgam zu erkennen. Nachdem der Arzt fertig war, ließ ich ihre Hand los und ging zurück an das Fußende der Liege. Die Helferin bewegte den Suhl abermals in die liegende Position, richtete die Lichtkegel direkt auf Martinas Mund und bat sie, den Mund erneut zu öffnen. Jetzt konnte ich alles genau sehen. Die beiden neuen Füllungen glänzten durch das Polieren und waren einfach riesig. Die gesamte Kaufläche beim vorderen und beim nächsten, fast der ganze Zahn bis auf das Äußere, bestand aus Amalgam. Jetzt bestand der Oberkiefer weit mehr aus Zahnfüllungen als aus eigenen Zähnen, eigentlich war überwiegend das silberne Amalgam zu sehen. Die hübsche Helferin saugte noch den offenen Mund aus und reinigte die Lippen und Zähne. Martina spülte ihren Mund aus und spuckte das blutige Wasser in den Ausguss. „Wollen Sie mal sehen?“, fragte die junge Frau und drückte Martina einen Spiegel in die Hand. Sie selbst nahm mit ihren manikürten Fingern einen kleinen Spiegel, der ganz in den Mund passte, sodass Martina nun über den Handspiegel ihren eigenen Oberkiefer betrachten kann. Es ist offensichtlich, dass Martina schockiert ist, da sie wahrscheinlich keine Ahnung hatte, wie groß die neuen Füllungen waren. Vielleicht konnte sie den Rest ihrer Zähne auch noch nie so genau ansehen. Während Martina über den Spiegel weiter ihre Zahnfüllungen betrachtet, verlässt der Arzt den Raum. Die Helferin erklärte, dass sie in ihrem Alter sehr viele und große Füllungen hätte. Haben sie sich als Kind nicht die Zähne geputzt? Kommen Sie diese Woche noch einmal zu uns, oder machen Sie dringend einen Termin bei Ihrem Zahnarzt aus. Die Füllungen sind nicht mehr so gut und ein paar Löcher hat Herr Doktor ja schon gefunden. Martina nickte, sagte aber kein Wort. Der Schock steht ihr ins Gesicht geschrieben. Sie stand auf, richtete ihr Kleid und verabschiedete sich kurz. Die nächsten Stunden nichts essen, sagte der Arzt noch zum Abschied.

Sie lief unsicher neben mir zum Auto, stieg ein und klappte sofort den Spiegel in der Sonnenblende herunter. Sie zieht mit der linken Hand die Backe nach hinten, dreht den Kopf nach rechts, um die Zahnreihe von außen zu sehen. Ich sah schnell das glänzende Material zwischen den Zähnen und dann auch Martina.

Kann man den Scheiß von außen sehen? Fragte sie. Ja, meinte ich. Was für eine Scheiße“, sagte sie und sah mich an. Ich nahm einen Finger und drückte ihre Wange auf die Seite, sodass die ersten Zähne von außen zu sehen waren. Ich schilderte, was ich sah. Zwischen dem ersten und zweiten Backenzahn ist das Amalgam ein wenig zu sehen. Ich drückte die Backe weiter nach hinten, am nächsten Zahn ist das Silber der Füllung im Zwischenraum auch nach außen gut zu erkennen, aber da musst du deinen Mund schon weit öffnen, dass man es sehen kann, schilderte ich ihr. Der Zahn mit der Wurzelbehandlung hatte nur noch wenig Substanz, sodass dieser auch nicht mehr ganz weiß aussah, sondern leicht blaugrau. Dies hat sie offensichtlich noch nicht bemerkt. Ich ließ sie los und Tränen liefen über ihr Gesicht. Ich nahm sie fest in den Arm und tröstete sie. Es tut mir so leid und es ist mir so peinlich, dass du dabei sein musstest. Das habe ich gerne getan, erwiderte ich, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Was musst du jetzt von mir denken?“, sagt sie mit Tränen in den Augen. So viele Füllungen und schon wieder neue Löcher. Außerdem habe ich Angst davor, wieder zum Zahnarzt zu gehen. Möchtest du diese Woche noch einmal zu diesem Arzt gehen, frage ich? „Ich weiß es nicht“, sagte Martina. Ich bin bereit, wieder mitzukommen, ich versichere es ihr. Sie lächelt mich kurz an und das Amalgam ist zu sehen.